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04.09.2018 Marion Schlegel

Bayer: Entwarnung in Brasilien – aber reicht das für die Aktie?

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Bayer

Zumindest in Brasilien kann der Bayer-Konzern erst einmal aufatmen. Dort können Landwirte nun weiterhin Glyphosat-basierte Herbizide einsetzen. Ein brasilianisches Gericht entschied zugunsten eines entsprechenden Antrags der Regierung des Landes. Anfang August hatte ein Richter in Brasilien eine Verfügung für ein Verbot der Registrierung und Verwendung von Glyphosat-basierten Herbiziden erlassen, bis Behörden die Produkte überprüft hätten. Die brasilianische Regierung beantragte jedoch, diese Verfügung außer Kraft zu setzen. Am gestrigen Montag schließlich entschied ein Gericht zugunsten des von der brasilianischen Regierung eingereichten Antrags. Brasilien ist der zweitwichtigste Markt für den US-Saatgutriesen Monsanto, der Glyphosat entwickelt hat und der kürzlich von Bayer für rund 63 Milliarden Dollar übernommen wurde.

„Die Entscheidung des Gerichts ist eine sehr gute Nachricht für brasilianische Landwirte, die bei der Unkrautbekämpfung auf Glyphosat-basierte Herbizide setzen, um eine sichere und ertragreiche Ernte zu erzielen", sagt Liam Condon, Mitglied des Vorstands der Bayer AG und Leiter der Division Crop Science. Glyphosat helfe den Landwirten, Kulturpflanzen mit geringen Beeinträchtigungen für den Boden und einem niedrigeren CO2-Ausstoß anzubauen, so Condon weiter.

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Auch wenn die Entscheidung bei Bayer sicher zu Erleichterung geführt hat, gibt es dennoch weiterhin keine Entwarnung für die Aktie. Zu groß sind weiterhin die Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Monsanto-Übernahme. Erst vor Kurzem verurteilte ein US-Gericht Monsanto wegen angeblich verschleierter Gefahren zu einer dreistelligen Millionenstrafe. Angesichts Tausender weiterer Klagen fürchten Anleger nun Strafzahlungen in Milliardenhöhe. Zudem sind auch Probleme im Pharmageschäft nicht von der Hand zu weisen. Spannend wird es am morgigen Mittwoch. Dann veröffentlicht Bayer die Zahlen für das zweite Quartal. Aus charttechnischer Sicht steht die 80-Euro-Marke weiter im Fokus.

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