10 Top-Aktien: Kaufen. Halten. Reich werden.
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18.06.2019 Michel Doepke

Bayer: Der Rivale steht in den Startlöchern

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Bayer

Roche kann einen weiteren Zulassungserfolg verbuchen: Für das neue Krebsmittel Rozlytrek (Entrectinib) hat der Pharma-Konzern in Japan grünes Licht erhalten. Dabei handelt es sich um einen direkten Konkurrenten von Vitrakvi (Larotrectinib), einen der große Hoffnungsträger im Portfolio der Pharma-Sparte von Bayer.

Enorm spannender Markt

Roche selbst hat sich Entrectinib (Handelsname Rozlytrek) durch die Übernahme von Ignyta einverleibt. Das besondere an Rozlytrek und Vitrakvi: Beide Wirkstoffe dürfen nicht nur gegen eine spezielle Tumorform zum Einsatz kommen, sondern wenn eine spezielle Genfusion vorliegt (in diesem Fall NTKR-Fusionen). Für ROS-1 Fusionen wird der Antrag in Japan gegenwärtig geprüft.

Es ist die erste Zulassung für Rozlytrek überhaupt. Das Konkurrenzprodukt Vitrakvi, worauf sich Bayer im Rahmen eines Deals mit Loxo Oncology den Zugriff gesichert hat, ist bereits in den USA zugelassen.

Spannend in diesem Zusammenhang: Die Roche-Tochter Foundation Medicine und Bayer kooperieren im zukunftsträchtigen Bereich der Präzisionsonkologie. Gemeinsam sollen diagnostische Tests für Krebspatienten entwickelt werden, die Basis dafür bildet das Next-Generation-Sequencing. Im Rahmen des ersten Projektes soll eine Begleitdiagnostik für Larotrectinib (Vitrakvi) herausspringen. Und das obwohl Roche mit Rozlytrek ein Konkurrenzprodukt in der Pipeline hat.

Hoffnungsträger für Bayer

Für Bayer gehört Vitrakvi zu den langfristigen Hoffnungsträgern, denn in einigen Jahren drohen Umsätze bei den Kassenschlagern Xarelto und Eylea durch auslaufende Patente wegzubrechen.

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Quelle: Bloomberg

Im Glyphosat-Dilemma gefangen

Bayer sorgte in den vergangenen Wochen in der Pharma-Pipeline für einen positiven Newsflow, der der Aktie jedoch keine positiven Impulse einhauchen konnte. Investoren blicken weiter in Richtung Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten, die zu einem massiven Kursverfall geführt haben. Anleger sollten nach wie vor an der Seitenlinie bleiben, bis sich eine Entspannung der Lage in Sachen Glyphosat abzeichnet.

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