19.11.2018 Marion Schlegel

Bayer-Aktie: Die Probleme gehen weiter – nur die Deutsche Bank ist schlechter

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Deutsche Bank

Was für ein Jahr für die Aktie des Leverkusener Bayer-Konzerns. Im Jahresvergleich hat der Wert 41,2 Prozent verloren und ist damit der zweitschwächste Wert im DAX. Nur die Aktie der Deutschen Bank hat sich mit einem Minus von 47 Prozent noch schlechter entwickelt. Und der Sinkflug bei Bayer nimmt kein Ende. Zuletzt ist das Papier auf ein neues Mehrjahrestief gefallen und auch am heutigen Montag notiert die Bayer-Aktie bereits wieder 0,4 Prozent im Minus bei 62,34 Euro. Bei knapp 60 Euro verläuft eine wichtige Unterstützung. Wenn auch diese nach unten durchbrochen wird, sieht es charttechnisch noch einmal richtig düster aus.

Da hilft auch die Ankündigung nicht, dass Aspirin Complex zumindest in der 10er-Packung wieder verfügbar sein soll. Bereits im August hatte Bayer bekannt gegeben, bis Januar 2019 „Aspirin Complex nur eingeschränkt“ liefern zu können. Damals schrieb Bayer an seine Apotheken: „Wir bedauern, Ihnen an dieser Stelle mitteilen zu müssen, dass wir Sie in der kommenden Erkältungssaison mit unserem Produkt Aspirin Complex nur eingeschränkt beliefern können.“ Als Gründe nannte der Konzern „Korrektur- und Modernisierungsmaßnahmen am Produktionsstandort Bitterfeld. Fraglich ist allerdings auch jetzt, wie lange die 10er-Packungen zur Verfügung stehen werden. Dann werden die Apotheken wieder auf Konkurrenzpräparate wie BoxGrippal, IbuHexal Gippal oder Wick DuoGrippal usw. zurückgreifen müssen. Bayer würde derweil erneut deutliche Umsatzeinbußen verkraften müssen.

Aber nicht nur hier hat sich Bayer nicht mit Ruhm bekleckert. Insbesondere die Übernahme des US-Saatgutherstellers Monsanto und nicht zuletzt die damit verbundenen Klagen lasten massiv auf der Aktie des Konzerns. Wie schon seit Monaten rät DER AKTIONÄR weiterhin die Finger von der Aktie zu lassen. Eine nachhaltige Trendwende ist weiterhin nicht in Sicht.

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