Zum Auftakt in die neue Börsenwoche geht es mit der Aktie von BASF deutlich bergab. Denn das Unternehmen dürfte natürlich deutlich unter den nun kräftig angezogenen Öl- und Gaspreisen leiden. Schließlich sind diese beiden Rohstoffe besonders wichtig in vielen chemischen Prozessen. Indes setzt sich damit eine leidige Serie für BASF und die gesamte Branche fort.
Denn es sind nun schon einige wirklich sehr schwierige Jahre für die deutschen Chemieproduzenten: 2018 sorgte anhaltendes Niedrigwasser dafür, dass Evonik, BASF und Co aufgrund von Logistikproblemen reihenweise ihre Gewinnprognosen kürzen mussten. 2020 folgte mit Corona ein historischer Einschnitt, doch noch härter traf es die Branche, dass ab 2022 der Zufluss von billigem russischem Erdgas abbrach. Und seit Trump Präsident ist, sorgen immer neue Handelshemmnisse für anhaltende Verunsicherung in der Weltwirtschaft, was für die konjunkturabhängigen Chemiekonzerne wie Evonik natürlich auch Gift ist.
Am Wochenende folgte nun der nächste tiefe Einschnitt. Denn die Angriffe auf den Iran, dessen Gegenangriffe sowie die Behinderung von Öltransporten durch die Straße von Hormus, über die knapp 20 Prozent der weltweiten Öltransporte abgewickelt werden, könnten eine wahre Zeitenwende einleiten. In jedem Fall sorgen sie aber zunächst für einen starken Anstieg der Öl- und Gaspreise. Und dies sorgt nun vorerst für ein Ende des Kursanstiegs der BASF-Anteile.
Der kräftige Anstieg der Öl- und Gaspreise ist natürlich erneut eine schwere Hypothek für BASF und die gesamte Chemiebranche. Angesichts der Tatsache, dass sich nach mehreren Jahren wieder vorsichtiger Optimismus im gebeutelten Sektor breit gemacht hatte, ist diese Entwicklung nun natürlich besonders bitter. Grund zur Panik besteht allerdings nicht. Gerade BASF hatte in der Vergangenheit immer wieder bewiesen, dass man in der Lage ist, rasch und sinnvoll auf jegliche Unwägbarkeiten reagieren zu können. Mutige können bei der günstig bewerteten Dividendenperle an Bord bleiben (Stoppkurs: 39,00 Euro).
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: BASF.
Heute, 08:15