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Foto: Börsenmedien AG, BASF
01.07.2021 Thorsten Küfner

BASF: Ein spannendes Projekt

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BASF

Der Chemiekonzern BASF wird an seinem Standort Schwarzheide (Oberspreewald-Lausitz) zur Anlage für Kathodenmaterialien eine Prototypanlage für das Batterierecycling errichten. Das teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Die Anlage ermögliche die Entwicklung von Verfahren, um eine höhere Rückgewinnung von Lithium, Nickel, Kobalt und Mangan aus ausgedienten Lithium-Ionen-Batterien zu erreichen.

Gleichzeitig könnten auch Metalle aus Produkten von Zellherstellern und Herstellern von Batteriematerialien recycelt werden, die nicht den Produktspezifikationen entsprechen, hieß es. 35 neue Arbeitsplätze in der Produktion sollen entstehen, die Anlage soll den Planungen zufolge Anfang 2023 in Betrieb gehen.

Ziel sei es, den Kreislauf zu schließen, um führend im Recycling von Lithium-Ionen-Batterien für die Automobilindustrie zu werden. Dabei solle der "CO2-Fußabdruck" der Kathodenmaterialien um insgesamt bis zu 60 Prozent reduziert werden, hieß es dem Unternehmen zufolge. Angesichts des erwarteten schnellen Wachstums des Markts für Elektrofahrzeuge biete das Recycling einen wettbewerbsfähigen und nachhaltigen Zugang zu relevanten Metallen für Kathodenmaterialien. Die gewonnenen Metalle werden zur Herstellung neuer Kathodenmaterialien verwendet und ermöglichen eine Kreislaufwirtschaft für die Batterie-Wertschöpfungskette.

Das Engagement ist dem Unternehmen zufolge Teil des IPCEI-Projekts der EU zur Unterstützung des Aufbaus einer wettbewerbsfähigen europäischen Wertschöpfungskette für Batterien für Elektrofahrzeuge.

Für Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) beweist die Entscheidung für die Batterierecycling-Anlage die Weitsicht des Unternehmens, denn wo künftig Kathodenmaterial für Batterien produziert werde, müsse auch deren Recycling gleich mitgedacht werden, erklärte er. "Das ist Kreislaufwirtschaft, wie sie sein sollte." Zugleich sei der Bau dieser Anlage ein wichtiger Beitrag, um die Strukturentwicklung in der Lausitz voranzubringen.

BASF (WKN: BASF11)

BASF-Chef Martin Brudermüller hatte bereits mehrfach erklärt, dass er die E-Mobilität für eine riesengroße Chance für die Chemiebranche hält. Die Chancen für BASF, in diesem in den kommenden Jahren immer wichtiger werdenden Sektor nachhaltig eine führende Position einzunehmen, stehen gut. Langfristig orientierte Dividendenjäger können daher weiterhin zugreifen (Stopp: 58,00 Euro). 

Mit Material von dpa-AFX

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