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BASF & Co: Ein gefährlicher Mix

BASF & Co: Ein gefährlicher Mix
Foto: BASF SE
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Thorsten Küfner Heute, 13:48 Thorsten Küfner

Im Sport würde man sagen: Erst hatten sie kein Glück – und dann kam auch noch Pech dazu. Nach mehreren Jahren, in denen die Chemiebranche mit immer neuen Belastungsfaktoren klarkommen musste, schien es 2026 so, als ob man dies nun alles hinter sich hätte. Dann folgte der Angriff auf den Iran. Nun geht es mit BASF & Co erneut bergab. 

So verbilligen sich die Anteilscheine von BASF aktuell um knapp fünf Prozent. Die Aktien von Evonik und Lanxess geben um jeweils knapp sechs Prozent nach. Bei den Papieren von Wacker Chemie beträgt der Kursabschlag derzeit sogar satte acht Prozent.

Denn die Marktteilnehmer sind angesichts des Krieges im Nahen Osten, der sich immer mehr zu einem großen Flächenbrand ausweiten könnte, sehr besorgt. Dementsprechend legen die Öl- und Gaspreise weiter zu. Mittlerweile ist die Sicherheit in der für den globalen Öl- und Flüssiggas-Transport sehr wichtigen Straße von Hormus nicht mehr gewährleistet.

Diese Entwicklung belastet natürlich die Gewinnmargen von Chemiekonzernen wie BASF. Bei denen Energie ein wichtiger Kostenfaktor ist, außerdem sind Öl und Gas wichtige Grundstoffe für zahlreiche chemische Produkte. Zudem warnen Experten, dass eine anhaltende Verteuerung von Energie die Kaufbereitschaft der Verbraucher dämpfen könnte. Eine schwächere Konsumnachfrage würde aus seiner Sicht eine breit angelegte Erholung der Chemieindustrie zusätzlich erschweren.

Seit den Militärschlägen der USA und Israels gegen den Iran haben insbesondere die Gaspreise in Europa deutlich angezogen. Der maßgebliche TTF-Terminkontrakt für Erdgas kletterte am Dienstag auf den höchsten Stand seit drei Jahren. Hintergrund ist unter anderem ein fortdauernder Lieferstopp von Flüssiggas aus Katar, einem der zentralen Exportländer. Sollten sich die hohen Preisniveaus verfestigen, könnten sie auch die Aktienkurse belasten, erklärte Sebastian Bray von der Berenberg Bank mit Blick auf BASF. Den jährlichen Erdgasbedarf des Ludwigshafener Konzerns beziffert der Analyst auf rund 30 Terawattstunden.

BASF (WKN: BASF11)

Die Lage für BASF ist ernst, aber es besteht weiterhin kein Grund zur Panik. Schließlich hat BASF in der Vergangenheit oft gezeigt, dass man in der Lage ist, rasch und sinnvoll auf widrige Umstände reagieren zu können. Deshalb hat sich der Chemieriese aus Ludwigshafen in den vergangenen Jahren meist besser geschlagen als die Konkurrenten. Mutige können beim günstig bewerteten Dividendentitel an Bord bleiben. Der Stoppkurs sollte bei 39,00 Euro belassen werden.

Bei welchen Dividendenperlen man weniger starke Nerven braucht und bei welchen satte Rendite von 18 Prozent drin sind, erfahren Sie hier.

Hinweis auf Interessenkonflikte

Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: BASF.

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