13.11.2014 Thorsten Küfner

Barrick Gold: Die Hoffnung stirbt zuletzt

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DAX

Trotz des monatelangen Baustopps in Barricks Pascua-Lama-Mine gibt das Management die Hoffnung nicht auf. Der zuständige Vorstand für die vielversprechende Liegenschaft im argentinisch-chilenischen Grenzgebiet, Edmundo Flores, erklärte, man habe wichtige Fortschritte erzielt.

So befindet man sich weiterhin in Gesprächen mit den indigenen Volksgruppen und der chilenischen Umweltbehörde. Die Einwohner hatten beklagt, dass die Mine das Grundwasser verunreinige, daraufhin wurde der Baustopp angeordnet. Im Zuge des daraufhin stetig sinkenden Goldpreises hat Barrick Gold die Weiterentwicklung des Projekts aufgeschoben und Abschreibungen in Milliardenhöhe getätigt. Die Kanadier haben bereits rund fünf Milliarden Dollar investiert. Bis zum Produktionsstart müssten wohl noch weitere vier Milliarden Dollar in die Mine gesteckt werden, um dieses Mal auch alle Umweltauflagen zu erfüllen.

Hoch attraktives Projekt

Insgesamt werden in Pascua-Lama mehr als 17 Millionen Unzen Gold, über 600 Millionen Unzen Silber und rund 5.000 Tonnen Kupfer vermutet. Barrick erwartet, dass man hier bereits in den ersten fünf Jahren rund 850.000 Unzen jährlich zu Tage fördern kann.

Auf dem aktuell günstigen Kursniveau wäre die Barrick-Aktie sicherlich eine Überlegung wert, angesichts des schwer angeschlagenen Chartbildes beim Goldpreis und bei Barrick Gold sollten Anleger aber zunächst noch abwarten. Bei welchen Rohstofftiteln sich bereits jetzt der Einstieg lohnt, erfahren Sie in der neuesten Ausgabe des Aktienreports 100 Prozent mit Gold, Silber & Co.

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