14.03.2019 Markus Bußler

Barrick Gold: 50-Prozent-Rallye?

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Barrick Gold
Trendthema

Kaum zieht der weltgrößte Goldproduzent Barrick Gold das Übernahmeangebot für die Nummer 2 im Goldsektor zurück, da steigt die Aktie auch wieder. Aus charttechnischer Sicht ist zwar noch nichts gewonnen. Doch es gibt eine wichtige Marke, auf die Anleger achten sollten. Für das Papier von Barrick Gold geht es vor allem darum, die Marke von 14 US-Dollar zu überwinden. Danach ist der Weg aus charttechnischer Sicht frei.

Aktuell hängt die Aktie knapp unterhalb dieses Widerstandes fest. Der Goldpreis ist heute schwach in den Tag gestartet. Insofern dürfte ein Angriff auf diesen Widerstand noch etwas auf sich warten lasse. Doch aus fundamentaler Sicht scheint ein Anstieg durchaus berechtigt zu sein. Auch wenn sich mittelfristig eine Übernahme von Newmont wohl positiv auf den Kurs von Barrick und eventuell sogar auf die gesamte Goldbranche ausgewirkt hätte, ist eine Absage der Übernahme kein Beinbruch. Barrick und Newmont formen ein Joint Venture und das dürfte bei Barrick einiges an Einsparpotenzial eröffnen. Der Konzern selbst rechnet damit, dass in den ersten fünf Jahren 300 Millionen Dollar pro Jahr eingespart werden können – vor allem durch Synergien. Nach fünf Jahren fällt das Einsparpotenzial zwar, doch es soll noch immer bei 215 bis 250 Millionen Dollar liegen. Und das wiederum ermöglicht Barrick Gold einen größeren finanziellen Spielraum – auch um Schulden abzubauen, ohne weitere Projekte zu verkaufen.

Auch wenn heute der etwas schwächere Goldpreis auf der Barrick-Aktie lasten dürfte, mittelfristig scheint ein Angriff auf den Widerstand bei 14 Dollar logisch. Gelingt der Aktie der Ausbruch, dann hat das Papier das Potenzial, wieder in den Bereich von 20 Dollar zu steigen. Die heutige Barrick steht sicherlich besser da als die Barrick, die wir im Jahr 2016 gesehen haben. Und obwohl der Goldpreis in Schlagdistanz zu den Hochs aus 2016 notiert, wird Barrick deutlich unter dem Wert aus 2016 gehandelt. Das hat wenig mit der fundamentalen Bewertung als vielmehr mit dem Anleger-Sentiment für Goldaktien zu tun. Dreht dies, dann dürfte auch Barrick (deutlich) davon profitieren.