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Banco Espirito Santo: Portugal rettet die angeschlagene Bank - wird die Aktie von der Börse genommen?

Banco Espirito Santo: Portugal rettet die angeschlagene Bank - wird die Aktie von der Börse genommen?
Foto: Börsenmedien AG
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Jochen Kauper 04.08.2014, 07:31 ‧ Jochen Kauper
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Die schwer angeschlagene Großbank Banco Espírito Santo bekommt eine Finanzspritze von 4,9 Milliarden Euro und wird von faulen Geschäften gereinigt. Zentralbank-Chef Carlos Costa gab den Rettungsplan in der Nacht zum Montag in Lissabon bekannt. Die BES hatte am Mittwoch für das erste Halbjahr einen Rekordverlust von 3,57 Milliarden Euro bekanntgegeben. Die Notenbank sprach von "Hinweisen" auf illegale Geschäfte. Allein vergangene Woche war der Kurs der Bank von 0,45 auf 0,12 Eurocent pro Aktie eingebrochen. Das Institut werde im Rahmen der milliardenschweren Aktion voraussichtlich in einen "guten" Teil sowie eine "Bad Bank" aufgespaltet, sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen am Sonntag.

Rettung läuft
Die vielen faulen Kredite und Geschäfte der BES sollen nach Angaben der Notenbank in eine Bad Bank ausgelagert werden. Die Finanzspritze werde unterdessen weder den Staat noch die Einlagenbesitzer in Mitleidenschaft ziehen, versicherte Zentralbank-Chef Costa. Das Abwicklungsprogramm sehe "im Gegensatz zu früheren Lösungen überhaupt keine Kosten" für den Staat oder für den Steuerzahler vor.

Geschäfte werden fortgeführt
Die "neue BES" werde ab Montag "ihre Geschäfte im In- und Ausland normal weiterführen", sagte Costa. Das Finanzministerium hob hervor, dass "alle Einlagen, alle Bankdienste, alle Arbeitsplätze und die geschäftlichen Beziehungen der Bank" geschützt seien. Weniger Glück hatten die Aktionäre, darunter die französische Bank Crédit Agricole (15 Prozent), die mit herben Verlusten rechnen müssen. "Sie werden die Verantwortung für die verbleibenden
Risiken tragen müssen", sagte Costa. Die 1869 gegründete BES gehörte bisher einem Firmengeflecht des Banker-Clans Espírito Santo an. Der Hauptaktionär der Bank, die Espírito Santo Financial Group (ESFG), die 20 Prozent des Kapitals hielt, hatte Insolvenz angemeldet.

Quelle: Börsenmedien AG

Aktie verschwindet von der Börse
Dank der Finanzspritze erhöht sich die Kernkapitalquote (Tier 1) der BES, die im Zuge der Krise auf fünf Prozent gefallen war, auf 8,5 Prozent. Gerüchten zu Folge soll die Aktie der Banco Espirito Santo auch von der Börse genommen werden.

(Mit Material von dpa-AFX)

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