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AMD schlägt die Erwartungen: KI‑Geschäft verdoppelt sich fast

AMD schlägt die Erwartungen: KI‑Geschäft verdoppelt sich fast
Foto: Sundry Photography/Shutterstock
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Philipp Schleu Heute, 22:19 ‧ Philipp Schleu
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Der Chiphersteller AMD hat im dritten Quartal die Schätzungen der Wall Street übertroffen. Ein starker Zuwachs im Server- und Cloudbereich treibt das Geschäft an.

Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 45 Prozent auf 13,38 Milliarden Dollar. Analysten hatten im Schnitt mit 13,08 Milliarden Dollar gerechnet. Der bereinigte Gewinn je Aktie kletterte von 1,20 Dollar im Vorjahr auf 2,09 Dollar. Damit lag das Ergebnis über der Konsensschätzung von 1,97 Dollar. Auch die bereinigte operative Marge verbesserte sich deutlich von 24 auf 29 Prozent.

Rechenzentren treiben die Bilanz

Der Grund für den Gewinnsprung: Die Nachfrage nach Hardware für künstliche Intelligenz und Cloud-Anwendungen bleibt hoch. Im Segment Data Center explodierte der Erlös um 97 Prozent auf 8,55 Milliarden Dollar. Die Prognosen von 8,2 Milliarden Dollar wurden damit spürbar übertroffen.

AMD (WKN: 863186)

Während das Geschäft mit Serverchips floriert, zeigt sich das Privatkundengeschäft gemischt. Der Bereich Client, der Prozessoren für PCs umfasst, legte um 7,2 Prozent auf 2,95 Milliarden Dollar zu. Damit verfehlte die Sparte die Markterwartung von 3,06 Milliarden Dollar knapp. Deutlich schwerer wiegt der Rückgang im Segment Gaming. Hier brach der Umsatz um 40 Prozent auf 773 Millionen Dollar ein, lag aber dennoch über den befürchteten 655 Millionen Dollar.

Forschungsausgaben steigen, Cashflow sinkt

Um den technologischen Rückstand auf den Marktführer Nvidia zu verringern, investiert AMD massiv. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung stiegen um 31 Prozent auf 2,80 Milliarden Dollar. Die Investitionsausgaben erreichten 648 Millionen Dollar nach 258 Millionen Dollar im Vorjahr.

Auch dieser hohe Mittelabfluss drückt auf die Liquidität. Der freie Cashflow sackte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 64 Prozent auf 554 Millionen Dollar ab. Analysten hatten hier mit 1,97 Milliarden Dollar deutlich mehr erwartet.

Starker Ausblick auf das vierte Quartal

Für das vierte Quartal stellt das Management eine weitere Beschleunigung in Aussicht. AMD peilt einen Umsatz von rund 17 Milliarden Dollar an, mit einer Spanne von plus oder minus drei Prozent. Konzernchefin Lisa Su verwies auf die ungebrochene Nachfrage im Rechenzentrumsportfolio. Entsprechend optimistisch reagieren Beobachter auf die Wachstumsdynamik zum Jahresende.

AMD liefert ein operatives Glanzquartal ab, das fast ausschließlich vom Boom bei Rechenzentren getragen wird. Schwächen im Konsumenten- und Gaming-Bereich sowie der schwache freie Cashflow zeigen jedoch die Kehrseite des Wachstums: Der Chiphersteller muss immense Summen investieren, um im Rennen um künstliche Intelligenz Schritt zu halten. Die starke Umsatzprognose für das Schlussquartal belegt allerdings, dass die Strategie vorerst aufgeht.

AMD liefert ein operatives Glanzquartal ab, das fast ausschließlich vom Boom bei Rechenzentren getragen wird. Schwächen im Konsumenten- und Gaming-Bereich sowie der schwache freie Cashflow zeigen jedoch die Kehrseite des Wachstums: Der Chiphersteller muss immense Summen investieren, um im Rennen um künstliche Intelligenz Schritt zu halten. Die starke Umsatzprognose für das Schlussquartal belegt allerdings, dass die Strategie vorerst aufgeht. Anleger bleiben an Bord.

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