09.11.2018 Andreas Deutsch

Amazon: So wertvoll ist die Marke wirklich

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Trendthema

Der Wert eines Top-Brands ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Platz 1 bis 4 der Rangliste belegen ausschließlich Tech-Unternehmen.

Die wertvollste Marke der Welt ist Apple. Markenwert: 215 Milliarden Dollar. Das zeigt eine aktuelle Studie von Interbrand.

Auf Platz 3: Amazon. Der E-Commerce-Gigant kommt auf einen Wert seiner Marke von 101 Milliarden Dollar.

Wertvollste deutsche Marke ist BMW mit 41 Milliarden Dollar. Damit belegt der deutsche Autohersteller Platz 13.

Nokia und GE stürzten ab

Im Jahr 2000 war Coca-Cola mit 72,5 Milliarden Dollar noch die wertvollste Marke der Welt. Heute ist der Brand zwar immer noch 66 Milliarden Dollar wert, allerdings reicht es dafür nur noch zu Platz 5. Nur noch drei Unternehmen, die es 2000 in die Top Ten schafften, sind auch 2018 noch in der Spitzengruppe zu finden: Coca-Cola, McDonald’s und Microsoft. Top-Brands von damals wie Nokia und General Electric haben einen furchtbaren Absturz erlebt.

Amazon-Story läuft

Dieses Schicksal dürfte Amazon erspart bleiben. Betrachtet man die jüngsten Daten von eMarketer, erkennt man, wie viel Luft E-Commerce noch hat. Laut eMarketer werden die Amerikaner 2018 in diesem Jahr im Zeitraum vom 1. November bis 31. Dezember 1.002 Milliarden Dollar ausgeben. Der E-Commerce-Anteil am Gesamtumsatz bei den Weihnachtsausgaben steigt dieses Jahr auf 124 Milliarden Dollar oder 12,4 Prozent. Da geht noch einiges.

Allerdings ist Amazon längst mehr als ein E-Commerce-Anbieter. Das Cloudgeschäft wächst stark und steuert einen großen Anteil zum Konzernumsatz und –gewinn bei. Zudem ist CEO Jeff Bezos sehr experimentierfreudig: Man kann sich Amazon gut als neuen Player im Versicherungsbusiness vorstellen. Die Daten seiner Kunden hat der Konzern ja.

Ziel: 1.750 Euro

Amazon bleibt eine hochspannende Investmentstory, die Korrektur ist eine willkommene Gelegenheit für langfristig ausgerichtete Anleger. Nachdem die Aktie vor Kurzem mit einem Plus von 200 Prozent ausgestoppt wurde, hat DER AKTIONÄR jüngst zum Aufbau einer ersten Position geraten. Neues Ziel: 1.750 Euro, Stopp: 1.200 Euro.

Buchtipp: The Four

Cambridge Analytica, Datenleaks, Steuerflucht: Die Tech-Giganten Amazon, Apple, Facebook und Google – oder wie Marketing-Guru Scott Galloway sie nennt: die vier apokalyptischen Reiter – werden von Skandalen geplagt. Und doch sind sie mächtiger und erfolgreicher als je zuvor. Man kann sie weder ignorieren noch boykottieren. Sie haben mit ihren Geschäftsmodellen die Regeln des Wirtschaftslebens und die Voraussetzungen für Erfolg neu definiert. Scott Galloway führt vor, wie die Vier unsere grundlegenden emotionalen Bedürfnisse mit einer Schnelligkeit und in einem Ausmaß manipulieren, an die andere nicht herankommen. Und er zeigt, welche Lehren man aus ihrem Aufstieg für sein eigenes Unternehmen oder seinen eigenen Job ziehen kann. Ob man mit ihnen konkurrieren, mit ihnen Geschäfte machen oder einfach in der Welt leben will, die von ihnen beherrscht wird – man muss die Vier verstehen

Autoren: Galloway, Scott
Seitenanzahl: 320
Erscheinungstermin: 05.03.2020
Format: Softcover
ISBN: 978-3-86470-682-0