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02.01.2019 Andreas Deutsch

Amazon: Darum kommt die Aktie 2019 eindrucksvoll zurück

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Amazon

Das vierte Quartal war für die Amazon-Aktie das schwächste seit der Finanzkrise vor zehn Jahren. Die Jahresbilanz kann sich trotzdem sehen lassen: 28,8 Prozent stehen von Januar bis Dezember zu Buche. Die Basis für ein gutes neues Jahr ist da – auch wenn Donald Trump den Anlegern nach wie vor Sorgen macht.

Ein Blick auf den Amazon-Chart und es ist klar, was die Börse denkt: Nächstes Jahr geht die Konjunktur den Bach runter. Doch was viele übersehen: In nur anderthalb Jahren stellt sich Donald Trump zur Wiederwahl. Eine Rezession in den USA würde seine Chancen massiv senken. Also wird Pokerspieler Trump im Handelskrieg mit China alles daransetzen, dass die Sache gut ausgeht, er aber nicht sein Gesicht verliert. Trump ist zwar bockig, dumm ist er aber ganz bestimmt nicht.

Geht der Streit gut aus, wäre das ein Trigger für eine Erleichterungsrallye. Dann wird der Markt gierig bei Top-Aktien wie Amazon zugreifen. Der Konzern hat nicht nur im Einzelhandel (on- und offline) noch viel Potenzial, sondern auch im Cloudbusiness und bei Healthcare. Der Wert der Cloudsparte wird an der Wall Street auf 350 Milliarden Dollar geschätzt. Das schreit nach Spin-off und IPO und einem Kurs-Boost für Amazon.

Im Geschäft mit der Gesundheit kann Amazon auch eine große Rolle spielen. Erstens verfügt der Konzern über die nötige Logistik, zweitens weiß Amazon unfassbar viel über seine Kunden. Das Potenzial ist riesig: Allein der US-Gesundheitsmarkt kommt auf ein Volumen von 3.500 Milliarden Dollar.

Whole Foods im Fokus

Und noch in einem anderen Bereich wird Amazon aller Voraussicht nach eine bedeutende Rolle spielen: im stationären Einzelhandel. Einerseits mit Amazon Go – Jeff Bezos will in den kommenden Jahren 3.000 Filialen eröffnen. Andererseits mit Whole Foods. Amazon kündigte nun eine große Expansion der 2017 erworbenen Tochter an. Whole-Foods-Filialen sollen unter anderem in amerikanischen Vorstädten eröffnet werden.

Das Potenzial im Lebensmitteleinzelhandel in den USA ist enorm. Experten beziffern das Volumen aktuell auf 840 Milliarden Dollar. Dabei wird die Nachfrage nach gesunden Nahrungsmitteln immer größer. Die Experten von Statista erwarten, dass die Amerikaner im Jahr 2025 135 Milliarden Dollar für Bio-Lebensmittel ausgeben werden. 2014 waren es gerade einmal 32 Milliarden Dollar. Whole Foods ist einer der Vorreiter in Sachen gesunde Ernährung in den USA.

Potenzial ist reichlich vorhanden

Amazon ist top aufgestellt für die Zukunft. Nun kommt es darauf an, dass Trump und die Chinesen im Handelsstreit Vernunft walten lassen. Tun sie es, spricht alles für steigende Kurse. Zumal Fed-Chef Jerome Powell für 2019 einen moderaten Kurs bei den Zinsen angekündigt hat. DER AKTIONÄR bleibt bei seinem Kursziel für Amazon von 1.800 Euro. Der Stoppkurs sollte bei 1.200 Euro gesetzt werden.

Buchtipp: Post Corona: Von der Krise zur Chance

Der Ausbruch von Covid-19 hat Schlafzimmer in Büros verwandelt, Jung gegen Alt ausgespielt und die Kluft zwischen Arm und Reich, Maskenträgern und Maskenhassern vergrößert. Einige Unternehmen, wie Amazon und der Hersteller von Videokonferenzsoftware Zoom, fanden sich unter einer Lawine der Verbrauchernachfrage erdrückt. Andere, wie die Restaurant-, Reise-, Hotel- und Live-Entertainment-Branche, kämpften darum, nicht unter die Räder zu kommen. Die Pandemie war ein Beschleuniger von Trends, die bereits in vollem Gange waren. In „Post Corona“ skizziert Galloway die Konturen der Krise und die Chancen, die vor uns liegen. Galloway kombiniert seinen unverkennbaren Humor und frechen Stil mit messerscharfen Einblicken und bietet Warnung und Hoffnung gleichermaßen.
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