28.12.2018 Andreas Deutsch

Amazon: Anormal und historisch schlecht

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Trendthema

Die Volatilität an den Börsen bleibt unfassbar hoch. Der Vola-Index VIX notiert aktuell bei 30 Prozent und damit so hoch wie seit sechs Monaten nicht mehr. Es deutet wenig darauf hin, dass schon bald Normalität einkehrt. Für Amazon-Aktionäre steht fest: Q1/2019 kann nur besser werden als die vergangenen drei Monate.

Die hohe Vola macht selbst langjährige Börsenexperten fassungslos. „Die vergangenen Tagen waren schon anormal“, so Christopher Ailman, Investmanager des California State Teachers' Retirement System (Anlagevolumen: 200 Milliarden Dollar), zu CNBC. „Was wir im Oktober und im November an den Märkten gesehen haben, ging meiner Meinung nach noch in Ordnung. Immerhin war der Bullenmarkt schon sehr weit fortgeschritten. Doch die letzten Tage hatten es wirklich in sich. Die Computer haben komplett die Kontrolle über den Handel übernommen.“

Nachdem an der Börse am Mittwoch ein Kaufrausch ausbrach und die Investoren dem Dow Jones den höchsten Tagesgewinn der Geschichte bescherten, setzte sich das Schauspiel am Donnerstag fort. Zunächst sah es nach einem schwarzen Tag aus, doch urplötzlich drehten die Kurse – nachrichtenlos. Am Ende stand nur noch ein kleiner Verlust bei der Amazon-Aktie zu Buche.

Insgesamt ist die Performance des E-Commerce-Giganten im vierten Quartal katastrophal. Seit Oktober beträgt das Minus 27 Prozent. Das ist die schlechteste Quartals-Performance der Amazon-Aktie seit der Finanzkrise 2008.

Analysten sehen viel Luft

Derweil sind die Analysten immer noch sehr bullish für Amazon. Im Durchschnitt sehen sie ein Kurspotenzial von 47 Prozent. Kaum eine andere Aktie in den USA wird dermaßen positiv bewertet wie Amazon.

Amazon darf man nicht abschreiben

Kurzfristig könnte es weiter rappeln an der Börse. Langfristig führt an der Assetklasse Aktie kein Weg vorbei. Ein Crash ist bei Qualitätsaktien wie Amazon eine klare Kaufchance. DER AKTIONÄR bleibt bei seinem Ziel von 1.800 Euro. Stopp: 1.200 Euro.