24.10.2018 Andreas Deutsch

Amazon: Alexa kills the Radio Star - Aktie auf Messers Scheide

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Der Oktober entwickelt sich für Amazon-Aktionäre zu einem schwarzen Monat. 16 Prozent hat die Aktie in den vergangenen drei Wochen verloren. Ungeachtet dessen arbeitet CEO Jeff Bezos weiter daran, das Unternehmen voran zu bringen.

Der Amazon-Sprachassistenz Alexa soll künftig in mehr kabellose Kopfhörer integriert werden. Deswegen kooperiert Amazon mit Qualcomm. Der Chip-Hersteller wird eine Serie von speziellen Halbleitern produzieren. Diese ermöglichen es den Herstellern von Bluetooth-Kopfhörern, Alexa in ihre Geräte einzubauen.

Alexa ist seit einiger Zeit auf dem Vormarsch und verändert das Medienkonsumverhalten der Nutzer rapide. Laut dem aktuellen Smart Audio Report von NPR und Edison Research's lassen viele Smart-Speaker-Nutzer zum Beispiel das Radio aus, seitdem sie Alexa zu Hause haben. Bereits jetzt besitzen 43 Millionen Amerikaner einen Smart Speaker.

Quelle: Statista

Zahlen im Fokus

Unterdessen hat sich das charttechnische Bild bei Amazon am Mittwoch noch ein Stück weit eingetrübt. Der Markt erwartet offenbar dieses Mal keine berauschenden Zahlen von Amazon. Der E-Commerce-Gigant öffnet am Donnerstag nach Börsenschluss seine Bücher. Im Schnitt erwarten die Wall-Street-Profis, dass Amazon für das dritte Quartal einen Umsatz von 57 Milliarden Dollar ausweisen wird. Der Nettogewinn sollte bei 2,75 Milliarden Dollar (5,46 Dollar je Aktie liegen).

Keine Panik

Jeff Bezos ist noch längst nicht satt und Amazon langfristig auf einem Top-Weg. Kurzfristig gilt: Wer investiert ist, behält die Ruhe und sichert seine Position bei 1.400 Euro ab. Wer noch nicht dabei ist, wartet ab, ob die Aktie an der 200-Tage-Linie dreht.

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Cambridge Analytica, Datenleaks, Steuerflucht: Die Tech-Giganten Amazon, Apple, Facebook und Google – oder wie Marketing-Guru Scott Galloway sie nennt: die vier apokalyptischen Reiter – werden von Skandalen geplagt. Und doch sind sie mächtiger und erfolgreicher als je zuvor. Man kann sie weder ignorieren noch boykottieren. Sie haben mit ihren Geschäftsmodellen die Regeln des Wirtschaftslebens und die Voraussetzungen für Erfolg neu definiert. Scott Galloway führt vor, wie die Vier unsere grundlegenden emotionalen Bedürfnisse mit einer Schnelligkeit und in einem Ausmaß manipulieren, an die andere nicht herankommen. Und er zeigt, welche Lehren man aus ihrem Aufstieg für sein eigenes Unternehmen oder seinen eigenen Job ziehen kann. Ob man mit ihnen konkurrieren, mit ihnen Geschäfte machen oder einfach in der Welt leben will, die von ihnen beherrscht wird – man muss die Vier verstehen

Autoren: Galloway, Scott
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Erscheinungstermin: 05.03.2020
Format: Softcover
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