Die Sorgen vor einer Disruption durch Künstliche Intelligenz setzen Finanzwerte weltweit unter Druck. Auslöser ist der neue KI-Agent Muse von Meta. Das trifft auch die Allianz. Die Aktie setzt am Mittwoch ihren gestrigen Sinkflug fort. Müssen sich Anleger des DAX-Konzerns wirklich vor der KI fürchten?
- KI-Agent Muse setzt Finanzwerte unter Druck.
- Aktien von Brokern und Vermögensverwaltern besonders stark betroffen.
- Auch Versicherer gerieten in diesem Zuge unter Druck.
Meta sorgt mit seinem KI-Agenten Muse für reichlich Aufsehen an den Märkten. Während etwa PayPal von der Meldung über eine Partnerschaft beflügelt wurde, setzten mehrere andere Finanzriesen zum Sinkflug an.
Anleger befürchten, dass solche Anwendungen künftig Konten vergleichen, Geldanlagen auswählen, Versicherungen verwalten oder sogar Transaktionen im Auftrag ihrer Nutzer anstoßen könnten. Besonders stark traf der Ausverkauf Vermögensverwalter und Broker – aber auch Versicherer wie etwa die Allianz.
Dahinter steht die Sorge, dass KI-Agenten die bisherige Kundenbindung und klassische Vertriebskanäle aushebeln könnten. Bloomberg bezeichnete dieses Phänomen als drohenden Verlust der sogenannten „consumer inertia“ – also der Gewohnheit, bestehende Produkte und Anbieter trotz möglicher Alternativen beizubehalten.
Für klassische Finanz- und Vermögensberater kann diese Entwicklung durchaus herausfordernd werden. Wenn ein digitaler Assistent Angebote automatisch vergleicht, Gebühren analysiert und das Depot regelmäßig optimiert, könnte der Wert persönlicher Beratung bei einfachen Finanzprodukten sinken. Auch bei standardisierten Versicherungen dürfte die Preistransparenz weiter zunehmen. Können sie sogar zu einer ernsten Gefahr für die Allianz werden?
Heute, 13:47
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