Machen Sie jetzt den Stresstest für Ihr Depot
Foto: Börsenmedien AG
13.06.2019 Thomas Bergmann

Allianz: "Ein bedeutender Schritt"

-%
Allianz

Die Allianz sucht immer neue Wege, um neue Kunde anzusprechen. Künftig werden über den Robo-Adviser Moneyfarm aktiv gemanagte Fonds aus dem eigenen Haus zu ETF-ähnlichen Preisen angeboten. Für die Allianz ist das "ein bedeutender Schritt" und ein Grund mehr die Aktie des Münchner Versicherers im Depot zu haben.

Die Allianz stand beim Thema Robo-Advisory vor der Wahl, es selbst aufzubauen oder sich an einem Start-up zu beteiligen. Die Münchner haben sich für Ersteres entschieden, sie sind seit einem Jahr der größte Minderheitsaktionär von Moneyfarm.

Bei Moneyfarm werden künftig sieben Investment-Portfolios auf einer Anlagestrategie der Fondstochter Allianz Global Investor (AGI) basieren. Bei einem Portfolio mit mittlerem Risiko werde diese zu 30 Prozent mit aktiv gemanagten AGI-Fonds umgesetzt. Zudem kommen aktive Fonds von Drittanbietern und ETFs zum Einsatz.

Alleinstellungsmerkmal

Moneyfarm will sich so von der Konkurrenz abheben, die in der Regel nur ETFs anbietet. Ziel ist auch, näher an den deutschen Marktführer Scalable Capital heranzurücken, der 1,5 Milliarden Euro verwaltet und damit etwas mehr als doppelt so viel wie Moneyfarm.

AGI kann dadurch Kunden ansprechen, die eine digitale Vermögensverwaltung ohne umfangreiche Beratung wünschen. Letztendlich läuft es aber auf ein Hybrid-Modell hinaus. "Wir bieten unseren Kunden per Telefon nicht nur technische Unterstützung, sondern beraten sie beispielsweise auch bei der Wahl der passenden Anlagestrategie und des Anlagebetrags", so Moneyfarm-CEO Giovanni Daprà.

Allianz-Vorstand Jackie Hunt ist der Überzeugung, dass es wichtig ist, Anleger über eine digitale Plattform anzusprechen, die zugleich eine persönliche Beratung bietet. "Die Zusammenarbeit mit Moneyfarm ist für uns ein bedeutender Schritt", sagt Hunt. 

Foto: Börsenmedien AG

Cleverer Schachzug

Die Zusammenarbeit mit Moneyfarm ist ein weiterer Beleg für das gute Management-Geschick bei Europas größtem Versicherer. DER AKTIONÄR bleibt bei seiner bullishen Einschätzung.

Hinweis auf mögliche Interessenskonflikte:

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Allianz.

Behandelte Werte

Name Wert Veränderung
Heute in %
Allianz - €

Buchtipp: University of Berkshire Hathaway

Wenn Warren Buffett und Charlie Munger zur Berkshire-Hathaway-Hauptversammlung bitten, hört die gesamte Finanzwelt gebannt zu. Zehntausende pilgern zu dem jährlich stattfindenden Happening. Dort erklären Buffett und Munger ihre Investmententscheidungen, äußern sich zur weltwirtschaftlichen Lage und geben intime Einblicke in ein Denken, das Buffett zum größten Investor aller Zeiten gemacht hat. Daniel Pecaut und Corey Wrenn haben quasi stellvertretend für ihre Leser regelmäßig die Aktionärstreffen beim „Orakel von Omaha“ besucht und mitgeschrieben. „University of Berkshire Hathaway“ ist das Skript von 20 Jahren Omaha. Die Autoren zitieren die wichtigsten Aussagen der Investment-Gurus, ordnen ein und erklären Hintergründe. Ein geniales „Tagebuch“ für alle Buffett- und Munger-Fans und ein unverzichtbarer Ratgeber für alle Value-Investoren.
University of Berkshire Hathaway

Autoren: Pecaut, Daniel Wrenn, Corey
Seitenanzahl: 384
Erscheinungstermin: 04.07.2019
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-86470-618-9