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Allianz: Alarmstufe KI – mehr Betrug, mehr Risiko?

Allianz: Alarmstufe KI – mehr Betrug, mehr Risiko?
Foto: ChatGPT
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Michael Herrmann Heute, 08:12 Michael Herrmann

Künstliche Intelligenz treibt nicht nur Effizienz und Produktivität voran, sondern erleichtert auch Wirtschaftskriminellen ihr Geschäft. Genau diesen Zusammenhang beleuchtet die aktuelle Schadenstatistik von Allianz Trade. Der Befund ist eindeutig und ist auch für den Versicherer selbst von Bedeutung.

Mit dem technologischen Fortschritt steigen Professionalität, Häufigkeit und Schadenhöhe von Betrugsfällen deutlich. Besonders stark zugenommen haben sogenannte Social-Engineering-Betrugsmaschen. Dabei manipulieren Täter Mitarbeitende gezielt mit psychologischen Tricks, falschen Identitäten und immer häufiger auch mit KI-gestützten Methoden.

Laut Allianz Trade stiegen diese Fälle 2025 um insgesamt 60 Prozent. Die Schäden für Unternehmen nehmen damit spürbar zu – nicht zuletzt, weil E-Mails, Stimmen und sogar Videos inzwischen täuschend echt wirken.

Alarmierend ist vor allem die Entwicklung beim Fake-President-Betrug, auch bekannt als CEO Fraud. Zwar gingen die Fallzahlen 2024 und 2025 jeweils zweistellig zurück, gleichzeitig haben sich die Schäden 2024 jedoch verdreifacht und sind 2025 nochmals um 81 Prozent gestiegen.

Kriminelle geben sich bei diesem Betrugsmodell als vermeintliche Führungskräfte aus und veranlassen Mitarbeitende zu hohen Überweisungen auf betrügerische Konten. Die durchschnittlichen Schadenssummen liegen inzwischen im einstelligen Millionenbereich, einzelne Großschäden sogar deutlich darüber.

Ein „Revival“ verzeichnet Allianz Trade zudem beim Bestellerbetrug. Hier geben sich Täter als Kunden aus und lenken Waren an manipulierte Lieferadressen um. Die Schäden haben sich 2025 mehr als verdoppelt, die Fallzahlen stiegen um 61 Prozent. Damit hat diese Masche den klassischen Zahlungsbetrug als häufigste Social-Engineering-Variante abgelöst.

Ein weiterer kritischer Punkt: Ein Großteil der Schäden wird durch sogenannte Innentäter verursacht. Laut Allianz Trade entfallen rund 60 Prozent der Fälle und sogar 65 Prozent der Schadenssummen auf eigene Mitarbeiter. Für Unternehmen bedeutet das, dass technische Sicherheit allein nicht ausreicht – auch Prozesse, Kontrollen und Unternehmenskultur sind entscheidend.

Für die Allianz ist diese Entwicklung zweischneidig. Einerseits steigen die Risiken und potenziellen Schadenhöhen, andererseits wächst der Bedarf an spezialisierter Absicherung, Beratung und Prävention. Allianz Trade zeigt mit der detaillierten Schadenstatistik, dass das Thema sehr genau analysiert wird. Das ist aus Anlegersicht entscheidend: Nur wer Risiken früh erkennt und sauber kalkuliert, kann sie langfristig profitabel versichern.

Allianz (WKN: 840400)

KI-gestützter Betrug ist nicht nur für Unternehmen und Verbraucher, sondern auch für Versicherer eine große Herausforderung. Umso wichtiger ist es, dass die Allianz dieses Thema offenbar eng begleitet und in ihre Risikomodelle integriert. Die Kombination aus Datenkompetenz, Präventionsansätzen und Versicherungslösungen spricht für die Stärke des Konzerns. Die Einschätzung zur Aktie bleibt daher unverändert positiv.

Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Allianz.

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