27.08.2015 Michael Schröder

Alles grün: Asien und Amerika mit Gegenbewegung – DAX wieder klar über 10.000 Punkten

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DAX
Trendthema

Starke Vorgaben aus Übersee treiben den DAX heute wieder deutlich nach oben. Der Leitindex springt wieder über die vor allem psychologisch wichtige 10.000-Punkte-Marke. In Asien konnten sich die Märkte am Morgen durch die Bank erholen. Für etwas Entspannung sorgt bei den Anlegern aber vor allem, dass am Vorabend auch der Wall Street ein Comeback nach dem jüngsten Einbruch gelang.


Nach der fünftägigen Talfahrt der chinesischen Börsen haben sich die Kurse am Donnerstag wieder kräftig erholt. Der wichtige Shanghai Composite Index stieg um 5,34 Prozent auf 3083,59 Punkte, nachdem die Kurse seit vergangenen Donnerstag rund 20 Prozent verloren hatten. Der ChiNext für
Technologiewerte, der dem Nasdaq in den USA ähnelt, schloss mit einem Plus von 3,68 Prozent bei 1959,49 Punkten. Um die Liquidität zu verbessern, pumpte die Zentralbank am Donnerstag 150
Milliarden Yuan (rund 20 Milliarden Euro) über sogenannte Reverse Repo-Geschäfte in den Markt. Dabei kauft die Notenbank Wertpapiere, wobei sie sich verpflichtet, diese zu einem vereinbarten Preis zu einem bestimmten Termin rückzuübertragen. Am Dienstag hatte die Zentralbank schon den Leitzins sowie die Mindestanforderungen für die Kapitalreserven der Banken gesenkt, um die Märkte
zu stabilisieren und auch die Konjunktur anzukurbeln.

Der Dow Jones Industrial wahrte mit knapp vier Prozent Plus die Chance, seinen langfristigen Aufwärtstrend zu verteidigen. Voraussetzung hierfür ist laut einer Chartanalyse der WGZ Bank ein Wochenschluss über 15.750 Punkten.

Nach einer rasanten Berg- und Talfahrt schloss der DAX gestern knapp unter 10.000 Zählern. Ein weiterer Test des mittelfristigen Aufwärtstrends, der jetzt bei rund 9.650 Punkten verläuft, ist dabei aber vorerst ausgeblieben. Vorbörslich wird der Leitindex über zwei Prozent fester bei 10.220 Punkten gesehen. Leichte Entwarnung aus technischer Sicht gibt es aber erst, sollte der Markt in den flachen Abwärtstrendkanal eintreten, der seit den Hochs im April Bestand hat. Dessen untere Begrenzungslinie verläuft bei rund 10.470 Punkten.

Anleger müssen sich aber auch heute auf einen volatilen Handelstag einstellen. Bewegungen von 400 bis 600 Zählern an einem Tag sind natürlich wie geschaffen für Trader. Doch aktuell lässt sich kaum einschätzen, ob es die Bewegungen nach oben oder unten geben wird. Wer langfristig denkt, sollte seine Positionen mit einem Put gegen fallende Kurse absichern oder auch einmal Teilgewinne realisieren.

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(Mit Material von dpa-AFX)

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