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03.12.2021 Michael Schröder

AKTIONÄR-Tipp Jenoptik: Analysten schrauben Kursziele hoch - Allzeithoch weiter im Blick

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Jenoptik

Die mittelfristigen Wachstumsambitionen machen Lust auf mehr: Auf dem Kapitalmarkttag kündigte Jenoptik-Vorstand Stefan Traeger in dieser Woche an, den Umsatz bis 2025 auf 1,2 Milliarden Euro steigern zu wollen. Damit wird ein durchschnittliches jährliches Umsatzwachstum von rund acht Prozent angestrebt. Die EBITDA-Marge wird bei über 20 Prozent gesehen. Analysten heben den Daumen.

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Zum Erreichen seiner Ziele konzentriert sich Jenoptik vor allem auf das Wachstum mit optischen Systemen (Photonics) in den Bereichen Halbleiter und Elektronik, die für die Hälfte der 2025er-Umsätze stehen sollen. Die anhaltenden Investitionen in neues Chipequipment, die laufende Digitalisierung und Zukunftsthemen wie das Metaverse sorgen hier für Impulse. Der Rest der geplanten Erlöse soll zu gleichen Teilen aus den Bereichen Medizintechnik und Biowissenschaften (Life Science) sowie Smart Mobility kommen. Neben dem organischen Wchstum setzt der Vorstand auf weitere Übernahmen sowie den "ein oder anderen Verkauf".

Ein verbesserter Produktmix mit einer schrittweisen Erhöhung des Anteils margenstärkerer Produkte soll dabei zu einer steigenden Profitabilität führen. Bis 2025 sollen so rund 20 Prozent vom Umsatz als operatives Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) hängen bleiben. Zum Vergleich: Für 2021 peilt Jenoptik beim Umsatz 880 bis 900 Millionen Euro und eine EBITDA-Marge von 19 bis 19,5 Prozent an.

Bei den Analysten kommen die neuen Planvorgaben gut an. Das durchschnittliche Kursziel ist auf 37,57 Euro gestiegen. Die Deutsche Bank mit Ziel 30 Euro und Stifel (34 Euro) dürften in Kürze aber noch nachbessern. Warburg Research hat das Kursziel bereits von 37 auf 39 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Die neuen Mittelfristziele unterstrichen eine anhaltende Profitabilitätssteigerung, so Analyst Malte Schaumann.

Die DZ Bank (“Kaufen”) hat den fairen Wert für Jenoptik von 39,00 auf 42,50 Euro angehoben. Der Technologiekonzern wolle im Rahmen der neuen Agenda "More Value" den Umbau zum reinen Photonik-Konzern forcieren und definiere neue Kernmärkte, so Analyst Dirk Schlamp. Die Ausgliederung der automobilnahen Aktivitäten kommt seiner Ansicht nach aber etwas überraschend, da Jenoptik in diesen Bereichen zuletzt noch Zukäufe getätigt habe. Er hält perspektivisch einen Verkauf der ausgegliederten Aktivitäten für möglich.

Jenoptik (WKN: A2NB60)

DER AKTIONÄR hat mehrfach auf die neuen Wachstumsziele als potenziellen Impulsgeber für die Aktie hingewiesen. Weiteres Kurspotenzial ist vorhanden, kurzfristig dürfte sich die Aktie aber schwer tun, in dem Marktumfeld nachhaltig Boden gut zu machen. Mittelfristig sollte die Aktie mit den guten Aussichten im Gepäck aber Kurs auf das Allzeithoch aus dem Juni 2018 bei 39,54 Euro nehmen.

Hinweis auf Interessenkonflikte gemäß § 85 WpHG: Aktien von Jenoptik befinden sich im Real-Depot von DER AKTIONÄR.

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