21.04.2020 Andreas Deutsch

AKTIONÄR-Tipp Flir Systems: Heiße Nachfrage – Aktie geht durch die Decke

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Flir Systems

Die Welt wartet auf den Impfstoff – doch bis er vorhanden ist, wird es wohl noch eine Weile dauern. Bis dahin gilt es für Unternehmen und Behörden, im Kampf gegen Corona möglichst viel Sicherheit in unseren Alltag zu bringen. Dazu gehört auch der Einsatz von Wärmebildkameras. AKTIONÄR-Tipp Flir Systems könnte vor einer Auftragsflut stehen.

Die Nachfrage nach Wärmebildgeräten, die die Körpertemperatur von Angestellten überwachen, steigt stark. Dies meldet die Nachrichtenagentur Bloomberg.

Am Montag hatte bereits Reuters vom Einsatz der Infrarotkameras bei Amazon berichtet. Laut Bloomberg setzen auch Autohersteller wie General Motors auf die Technik. Hintergrund: Fieber ist ein häufiges Symptom, wenn jemand mit dem Coronavirus infiziert ist.

Zwei Top-Anbieter der Branche, Flir Systems und Seek Thermal, machen nun klar: Wir geben unser Bestes, um der Nachfrage gerecht werden zu können. Wegen des knappen Angebots einiger Materialien wie etwa Aluminium müssten manche Kunden aber möglicherweise etwas warten.

„Als das Virus in Europa und Nordamerika Einzug hielt, ging es primär um die Bedürfnisse des Gesundheitssystems“, so Flir-CEO Jim Cannon. „Nun hat sich die Diskussion verlagert – man redet jetzt über die Sicherheit der Arbeitnehmer an ihrem Arbeitsplatz.“

Im Februar hatte Cannon noch nicht erwartet, dass der Ausbruch von COVID-19 ein „Nadelöhr“ für Flir Systems sein könnte. „Das hat sich nun geändert, da mittlerweile jeder die Auswirkungen der Pandemie auf die US-Wirtschaft erkennen kann.“

Louie DiPalma, Analyst bei William Blair & Co., erwartet ein breites Einsatzfeld von Wärmebildkameras. „Es ist wahrscheinlich, dass sie nicht nur am Arbeitsplatz, sondern auch bei Sportveranstaltungen oder in Theatern eingesetzt werden.“ DiPalma sieht in der Flir-Aktie einen Kauf.

Die Aktie von Flir Systems steigt am Montag nach der Meldung um 14 Prozent. Doch damit sollte das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht sein. Der Titel ist mit einem 2020er-KGV von 18 für einen Tech-Wert günstig zu haben, zumal die Aussichten nun top sind. Seit der Empfehlung vom 1. April notiert die Aktie 44 Prozent im Plus. DER AKTIONÄR erhöht das Kursziel auf 50 Euro.