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23.10.2020 Michael Schröder

AKTIONÄR-Tipp Bechtle: Trading-Chance nach Rücksetzer

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Bechtle

Ende September feierte Bechtle mit dem nach eigenen Angaben 100. Firmenkauf seiner Unternehmensgeschichte ein eindrucksvolles Jubiläum. Auch operativ ist der IT-Dienstleister recht dynamisch unterwegs. Die Anleger honorierten die Entwicklung mit einem Rekordhoch. Im Vorfeld der Zahlen fällt die Aktie aber wieder deutlich zurück. Eine Chance?

Sie interessieren sich für die Welt der heimischen Nebenwerte? Mit den kostenlosen Real-Depot News können Sie sich unverbindlich ein Bild von den vielseitigen Anlagemöglichkeiten im Small-Cap-Bereich machen. AKTIONÄR-Redakteur Michael Schröder schreibt Ihnen seine Einschätzung zu interessanten Investmentideen und aussichtsreichen Nebenwerten.

Bechtle gilt als einer der Profiteure der Coronakrise, da Firmen und Behörden ihre IT-Systeme verstärkt für den Einsatz im Homeoffice umrüsten. "Die Nachfrage nach IT-Infrastruktur und IT-Dienstleistungen ist auch und gerade in Zeiten von Corona gut", so Unternehmenschef Thomas Olemotz.

Bechtle vertreibt IT-Produkte und bietet Dienstleistungen sowie Beratungen rund um das Thema IT-Infrastruktur an. Als Ein-Mann-Unternehmen 1983 gegründet, hat Bechtle in Deutschland, Österreich und der Schweiz inzwischen 75 IT-Systemhäuser sowie 24 IT-Handelsgesellschaften in 14 Ländern Europas. Der Börsenwert des Neckarsulmer Unternehmens beläuft sich mittlerweile auf rund fünf Milliarden Euro.

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"Bechtle profitiert von seiner breiten Aufstellung", stellt Analyst Thorsten Reigber von der DZ Bank einen aus seiner Sicht entscheidenden Vorteil des IT-Hauses heraus. Vor allem im Geschäft mit der IT-Sicherheit habe das Unternehmen viel zu bieten: Von Software-Anwendungen über die Cloud und Netzkriminalität bis hin zur Sicherheit am Arbeitsplatz reichten die Produkte und Angebote für Sicherheit.

Im vergangenen Jahr betrug der Umsatz 5,4 Milliarden Euro, der Nettogewinn lag bei 170,5 Millionen Euro. Im laufenden Jahr sollen Erlöse und Vorsteuerergebnis um mehr als fünf Prozent zulegen – das Ergebnis dabei möglichst etwas stärker als der Umsatz.

Im zweiten Quartal dieses Jahres machte der IT-Dienstleister trotz der Coronakrise überraschend viel Gewinn. Besonders interessant: Im Vergleich zum zweiten Quartal dürfte sich das Wachstum im zweiten Halbjahr nochmals beschleunigen. Frische Zahlen gibt es spätestens am 11. November. "Mittel- bis langfristig dürfte Bechtle seinen Marktanteil ausbauen und die anstehende Marktkonsolidierung gezielt für kleinere Übernahmen nutzen“, heißt es bei der DZ Bank.

Gustav Froberg von der Berenberg Bank sieht die Talsohle ebenfalls durchschritten. In den Monaten April bis Juni hätten die Corona-bedingten Restriktionen europaweit das Geschäft im IT-E-Commerce-Segment belastet. Sollte sich dieses Szenario nicht wiederholen, dürften sowohl der Umsatz als auch die Profitabilität im zweiten Halbjahr zulegen.

Beide Analysten legen bei der Bewertung den Finger in die Wunde. Sowohl eine Beschleunigung des Wachstums im zweiten Halbjahr als auch ein prozentual zweistelliges Gewinnplus in der Zeit danach sind im Aktienkurs hinreichend berücksichtigt, so der Tenor.

Bechtle (WKN: 515870)

Seit Jahresbeginn hat die Aktie rund 40 Prozent zugelegt, die coronabedingten Verluste im Frühjahr wurden schnell aufgeholt. Zwischenzeitliche Rücksetzer wurden immer wieder für Käufe genutzt. Am 14. Oktober wurde bei 181,80 Euro ein Rekordhoch markiert. In den letzten Tagen folgte dann einer dieser dynamischen Rücksetzer. Wiederholt sich die Geschichte, dürfte die nächste Aufwärtswelle schon bald starten. Zumal die Aktie auch bei vielen institutionellen Investoren noch immer hoch in der Gunst steht.

(Mit Material von dpa-AFX)