27.06.2016 Werner Sperber

Aktien-Profis: Dürr spiegelt den Brexit-Verlauf ideal wider

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Duerr
Trendthema

Die Spezialisten von Börse easy erklären, der Aktienkurs der Dürr AG hat sich fast idealtypisch mit dem Börsenverlauf der inzwischen abgeflachten Brexit-Angstkurve entwickelt. Das bedeutet, als die Angst vor dem Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union ausbrach, sackte die Notierung ab. Die Erholung, seitdem diese Angst in den Hintergrund getreten ist, verläuft sogar noch dynamischer. Allerdings ist der Zeitraum dieser Erholung bislang kürzer als die vorangegangene Angst-Phase.

Zudem haben die Analysten der US-Bank Merrill Lynch die Aktie von Dürr mit einem Kursziel von 80 Euro zum Kauf empfohlen. Das Unternehmen sei Marktführer in den meisten der Endmärkte von Autolackier-Anlagen bis zu Holzverarbeitungs-Maschinen. Vor allem die Tochterfirma HOMAG, also die holzverarbeitenden Maschinen, sollen zum künftigen Wachstum beitragen. Die Spezialisten von Börse easy bringen zudem einen möglichen asiatischen Bieter ins Spiel. Wenn Dürr in diesem Jahr 5,12 Euro je Aktie verdient, beliefe sich das KGV auf günstige 13 für ein Spitzentechnologie-Unternehmen. Die Sperrminorität der Heinz Dürr GmbH, welche 25,3 Prozent der Anteile der Dürr AG hält, sollte aus Sicht eines asiatischen Käufers kaum ein Hindernis darstellen. Ein realistischer Angebotspreis wären 90 Euro. Die Aktie ist also mit einem Stop-Buy oder auch ohne kaufenswert.