AKTIONÄR-Depot: Erste Käufe!
06.03.2020 Marion Schlegel

Airbus im Abwärtsstrudel – Auftragsflaute im Februar

-%
Airbus
Trendthema

Die Aktie von Airbus hat in den vergangenen Wochen massiv einbüßen müssen. Im 1-Monatsvergleich ist der Wert mit einem Minus von mehr als zwanzig Prozent unter den sechs stärksten Verlierern im MDAX. Und auch am Donnerstag ist die Aktie von Airbus immer tiefer ins Minus gerutscht. Derzeit notiert Airbus bei 104,78 Euro.

Der europäische Flugzeugbauer hat im Februar eine Auftragsflaute verbucht. Nach einem starken Januar kamen im Folgemonat keine Bestellungen herein, teilte der Konzern am Donnerstagabend mit. Im ersten Monat des Jahres waren 274 Jets bestellt worden. Am Mittwoch hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, Airbus erwäge Insidern zufolge Kürzungen der Produktion des A330neo. Im vergangenen Monat hatte eine Tochter von Air Asia angekündigt, die Lieferungen ihrer neuen A330neo-Maschinen verzögern zu wollen.

Airbus (WKN: 938914)

Airlines dürften Flugzeugbestellungen wegen des Coronavirus hinauszögern. Airbus litt bereits im Februar unter einer Auftragsflaute mit Null Bestellungen. Die derzeit weltweit eingeschränkte Reiseaktivität führt dazu, dass immer mehr Airlines Flugzeuge am Boden lassen und ihre Flugpläne ausdünnen. Ihre Aktienkurse verloren deshalb bereits in den vergangenen Tagen ebenfalls stark an Wert.

Boeing (WKN: 850471)

Derweil arbeitet der Airbus-Konkurrent Boeing derzeit fieberhaft an der Rückkehr seiner 737 Max. Wie das US-Unternehmen am Donnerstag ankündigte, erwartet man den Restart für Mitte 2020, wen die Behörden zustimmen. Die Aktien von Boeing rutschten auf ein Tief seit Ende 2017 und verloren zum Handelsschluss 8,04 Prozent, womit sie der zweitschwächste Dow-Wert waren. Die Ausbreitung des Coronavirus setzt dem krisengeschüttelten Flugzeugbauer nach dem Desaster mit seiner 737 Max zusätzlich zu.

Die Aktie von Airbus ist zuletzt unter den Stopp des AKTIONÄR gerutscht. Aus langfristiger Sicht sind die derzeitigen Kurse absolut interessant. Anleger warten aber eine erfolgreiche Bodenbildung ab.

(Mit Material von dpa-AFX)