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04.05.2015 Jochen Kauper

Adidas-Aktie: Hainer sieht in Under Armour keine Konkurrenz - das wird sich rächen!

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Adidas-Chef Herbert Hainer sieht in dem zuletzt vor allem in den USA starken Sportartikelhersteller Under Armour keinen dauerhaften Konkurrenten. Er sei wegen der US-Stärke von Under Armour nicht nervös, sagte Hainer der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". "Wir sind fünfmal größer als Under Armour. Die Firma ist nur in Amerika relevant." Er nehme den Konzern aber wie jeden Konkurrenten ernst. "Wir haben aber schon viele Marken erlebt, die kurz hip sind, und dann schnell wieder verschwinden."

Adidas verliert in den USA an Boden

Die Tendenz der vergangenen zehn Jahre sei eindeutig. "Wir und Nike schaukeln uns gegenseitig hoch. Der Abstand zum Rest wächst", sagte Hainer, der sich zudem vom aggressiven Stil des Angreifers nicht provozieren lassen will. Auf die Anspielung, dass Under-Armour-Chef Kevin Plank in einem Interview mit Bloomberg Adidas als den "dümmsten Wettbewerber" bezeichnet hatte, sagte Hainer: "Auf dieses Niveau begeben wir uns nicht." Adidas ist in den Vereinigten Staaten zuletzt hinter Nike und Under Armour auf Rang drei zurückgefallen. 

Bei der Aufholjagd in den USA setzt der Adidas-Chef auf ein wieder besseres Geschäft der Marke Reebok, von der er sich trotz der immer wieder aufkommenden Forderungen von Investoren nicht trennen will. "Das ist allenfalls theoretisch machbar, so integriert wie die Marke in unserem Konzern ist", sagte er. Zudem sei es zuletzt sowohl bei den Marken Adidas als auch Reebok gut gelaufen. "Adidas und Reebok sind 2015 hervorragend gestartet."

Anleger warten auf Q1-Zahlen

Adidas legt am Dienstag die Zahlen für das erste Quartal vor. Dabei erwarten Experten kräftige Zuwächse bei Umsatz und Gewinn. Geholfen hat dabei vor allem die Erholung des Rubels. Russland ist einer der wichtigsten Einzelmärkte von Adidas. Im vergangenen Jahr hatte der Konzern Wertberichtigungen auf sein Russland-Geschäft wegen des Verfalls der Währung vornehmen müssen. Am Donnerstag findet dann die Hauptversammlung statt, bei der sich Hainer der Kritik der Aktionäre für das schwierige vergangene Jahr stellen muss.

 

Under Armour – ein neuer Star am Sporthimmel 

Ob Hainer nicht versucht, das ganze Szenario schön zu reden!? Fakt ist, dass Under Armour-Chef Kevin Plank Nike und vor allem Adidas seit Monaten das Leben schwer macht. Under Amrour hat Adidas von Platz 2 in dne USA verdrängt und nicht umsonst zuletzt viele gute Manager von der Konkurrenz abgeworben. Under Armour wird in Europa sowie in Asien bald kräftig Gas geben. Vor wenigen Tagen haben mehrere Analysten ihr Kursziel für Under Armour nach oben angepasst. Barclays Capital hat das Kursziel von 80 auf 87 Dollar angehoben, Telsey Advisory sieht ein Ziel von 94 Dollar und Canaccord Adam hält die Aktie bei 97 Dollar für fair bewertet.

Rücksetzer nutzen

Under Armour, der Top-Tipp konservativ aus Ausgabe 09/2015 von DER AKTIONÄR entwickelt sich sehr gut. Der langfristige Chart ist wie aus dem Bilderbuch. Für Neueinsteiger bietet der aktuelle Rücksetzer eine Kaufchance.

Adidas-Chef Herbert Hainer muss erst beweisen, dass Adidas wieder auf den Wachstumspfad zurückkehrt. Zwar hat sich die Aktie nach dem starken Einbruch wieder erholt, auf dem aktuellen Niveau drängt sich der Kauf der Aktie allerdings nicht auf!

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