05.05.2020 Thobias Quaß

Activision Blizzard: Jetzt müssen nur noch die Zahlen stimmen

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Activision Blizzard

Heute nach US-Börsenschluss legt Activision Blizzard die Zahlen für das erste Quartal 2020 vor und die Erwartungen sind hoch. Zum einen liegt das an einem extrem erfolgreichen Neustart im März und zum anderen an Aussagen von Chef Robert Kotick Mitte April: Die Spielerzahlen seien von Januar bis März in allen Spielen gestiegen. Direkt danach schoss die Aktie 7,5 Prozent nach oben.

Nur vier Wochen nach Start haben 50 Millionen Spieler die Online-Erweiterung Call of Duty: Warzone gespielt. Aber nicht nur dieser Online-Gaming-Erfolg stärkt Activision Blizzard in der Krise, auch die seit Jahrzehnten etablierten Marken erhalten Aufwind. World of Warcraft oder Diablo locken in der Quarantäne sowohl alte als auch neue Spieler an.

Deswegen erwarten die Analysten vom umsatzstärksten Spielentwickler der Welt einen Quartalsumsatz von 1,32 Milliarden Dollar (4,8 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum) und einen Gewinn pro Aktie von 0,38 Dollar (mehr als 22,6 Prozent als im Vorjahr).

Activision Blizzard (WKN: A0Q4K4)

Im E-Sport und bei den Plattformen flexibel

Der Konzern hat mit Overwatch auch eines der beliebtesten E-Sport-Turnier-Spiele im Programm. Anders als bisher finden die Wettkämpfe dieses Jahr nicht mehr zentral in Sportstadien mit tausenden Besuchern statt, sondern lokal mit maximal 50 Leuten.

Diese Flexibilität garantiert der Konzern auch beim Spielen auf verschiedenen Geräten. So können PC- und Playstation-Spieler Call of Duty zusammenspielen. Zusätzlich gibt es eine Mobile-Version für alle, die weder PC noch Playstation haben.

Activision Blizzard ist mit gut 6,5 Milliarden Dollar im vergangenen Jahr immer noch der umsatz- und gewinnstärkste Spieleentwickler, der auch keine Trends verschläft. Das beweist der Konzern neben seinen E-Sport-Initiativen mit den Umsätzen im Mobile Gaming, die in Q4/2019 von 596 Millionen auf 633 Millionen Dollar gestiegen sind – ein Zuwachs von sechs Prozent. Beim größten Konkurrenten Electronic Arts schrumpften die Mobile-Umsätze um elf Prozent auf 161 Millionen Dollar.

Die Aktie sendet ein starkes Kaufsignal, wenn Activision Blizzard die Erwartungen übertreffen kann. Dann wäre auch ein neues Allzeithoch im Bereich bei 73 Dollar möglich. Investierte Anleger bleiben bei der Activision-Aktie an Bord.