15.07.2019 Andreas Deutsch

AB Inbev: Aktie säuft böse ab

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Der weltgrößte Bierbrauer AB Inbev bricht den geplanten Börsengang seines Asien-Geschäfts ab. In einer Mitteilung verwies das Unternehmen auf mehrere Faktoren, unter anderem auf die nicht optimalen Marktbedingungen. Die Anleger reagieren enttäuscht, die Aktie fällt unter das Break zurück. Dabei hatte es so gut ausgesehen.

Die Aktie von AB Inbev sackt am Montag weiter ab, verliert am Mittag knapp ein Prozent auf 77,95 Euro. Vom Verlaufshoch bei 83,24 Euro hat sich der Titel nun bereits 6,3 Prozent entfernt.

Anfang Mai hatte der Produzent von Bieren wie Budweiser und Beck's bestätigt, dass er eventuell einen Minderheitsanteil an dem Asien-Geschäft per Börsengang in Hongkong verkaufen werde. Damals hatten mit der Sache vertraute Personen von einer Bewertung von bis zu 70 Milliarden Dollar gesprochen. Ein Anteilsverkauf könnte AB Inbev demzufolge mehr als fünf Milliarden Dollar einbringen.

Der Schritt hätte AB Inbev dabei helfen können, die Schulden zu reduzieren und Übernahmen in der Region Asien-Pazifik anzugehen. Seit dem Kauf des Rivalen SABMiller für mehr als 100 Milliarden Dollar im Jahr 2016 ist der Schuldenstand des Konzerns stark gestiegen.

Das Chartbild von AB Inbev hat sich nun wieder merklich eingetrübt. Der Ausbruch aus dem aufsteigenden Dreieck hat sich als Fehlsignal erwiesen. Es ist fraglich, ob die Aktie nach dem gescheiterten IPO in den kommenden Tagen die Stärke für einen weiteren Ausbruchsversuch hat. Investierte Anleger beachten den Tradingstoppkurs bei 71 Euro.

(Mit Material von dpa-AFX)