12.12.2011 Michael Schröder

100 Prozent mit Stada? Da gibt´s doch was von der Commerzbank!

-%
Stada
Trendthema

Bei Stada tut sich was. Nachdem eine Gewinnwarnung verdaut wurde, hat sich der Newsflow bei dem Generikahersteller zuletzt wieder deutlich verbessert. Analysten sehen weiter Kurspotenzial für die MDAX-Aktie. Risikofreudige Anleger können mit Hebel auf ein neues Kaufsignal spekulieren.

Bei einem Blick auf den Stada-Chart wird schnell klar: Hier steht eine Entscheidung unmittelbar bevor. Welcher Trend setzt sich durch? Die mittelfristige Abwärtstrendlinie, die den Kurs von rund 30 Euro im Mai bis an die 20-Euro-Marke begleitet hat, trifft nun auf den kurzfristigen Aufwärtstrend, der die Aktie von den Tiefstständen nach der Gewinnwarnung im Oktober bei 15 Euro zuletzt wieder nach oben geführt hat. Ein Blick auf den Chart zeigt: Die beiden Trendlinien werden sich in den nächsten Tagen schneiden - und somit, zumindest aus technischer Sicht, eine Entscheidung herbeiführen. Abgerundet wird das "Linienpaket" durch einen horizontalen Widerstand im Bereich um 20,75 Euro.

Analysten zuversichtlich

Fundamental überwiegen bei Stada nach der Gewinnwarnung im September mittlerweile wieder die guten Nachrichten. Der Generikahersteller hat Anfang Dezember seine langfristige Refinanzierung durch die Aufnahme eines Schuldscheindarlehens in Höhe von 400 Millionen Euro gestärkt. Damit hat sich der MDAX-Konzern die Finanzierung der jüngsten Zukäufe wie dem Generikageschäft vom Schweizer Pharmaunternehmen Spirig und dem Arzneimittelpaket von der Aachener Grünenthal gesichert. Analysten begrüßen diese Maßnahme. Die Experten der Berenberg Bank und Deutsche Bank haben ihre Kaufempfehlungen im Anschluss bestätigt. Die Aktie werde derzeit zu einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von weniger als 8 auf Basis des für 2012 erwarteten Gewinns gehandelt, erklärt Deutsche Bank-Analyst Holger Blum. Sein Kursziel belässt Blum auf 33,00 Euro. Berenberg Bank-Analyst Scott Bardo gibt dem Titel etwas weniger Kurspotenzial. Er sieht den MDAX-Titel bei 27,50 Euro fair bewertet. 

Long mit Hebel 5

Wenn sich die wachsenden Umsätze im kommenden Jahr auch in steigenden Gewinnen niederschlagen, dürfte die Aktie des Generikaherstellers vor einem Comeback stehen. Mit einem 2012er-KGV von 7 - und der Chance auf die bereits verloren geglaubten Forderungen in Serbien - sind höhere Kurse gut möglich. Mit dem nachhaltigen Sprung über 21-Euro-Marke würde ein massives Kaufsignal generiert. Das erste Ziel liegt dann bei 25 Euro - rund 25 Prozent über dem aktuellen Niveau. Neben der Aktie können risikobewusste Anleger auch mit dem Stada-Mini-Long (WKN CK5 4SX / akt. Kurs 4,50 Euro) von der Commerzbank mit Hebel 4 auf dieses Szenario spekulieren. Rutscht die Aktie wider Erwarten zurück, sichert ein Stopp im Bereich um 17,50 Euro ab.