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SpaceX knackt historischen Meilenstein

 SpaceX knackt historischen Meilenstein
Foto: Joe Marino/UPI Photo/Newscom/picture alliance/dpa
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Philipp Schleu 28.09.2026, 17:00 ‧ Philipp Schleu
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SpaceX hat am Montagmorgen einen entscheidenden Schritt nach vorn gemacht. Die riesige Starship-Rakete erreichte bei ihrem 14. Testflug zum ersten Mal die Erdumlaufbahn. Der Erfolg stand dabei kurzzeitig auf der Kippe.

Der Start erfolgte um 7:49 Uhr Ortszeit von der konzerneigenen Starbase-Anlage in Südtexas. Beim Aufstieg ins All fiel eines der sechs Raptor-Triebwerke vorzeitig aus. Die Ingenieure überlegten kurz, den Flug in den Orbit abzubrechen. Der Grund: Bei allen vorherigen Tests verzichtete SpaceX aus Sicherheitsgründen bewusst auf orbitale Geschwindigkeiten. Nach einer schnellen Datenanalyse entschied sich das Team dennoch für den Schub. Ein erneutes Zünden brachte das Raumschiff schließlich sicher in die Umlaufbahn.

An Bord befanden sich 26 modernisierte Starlink-Satelliten der Version V3. SpaceX setzte die Fracht planmäßig im All ab. Jeder Satellit funktioniere einwandfrei, bestätigte Unternehmenssprecher Dan Huot.

SpaceX (WKN: A42D4F)

Neuer Treiber für den Umsatz

Für SpaceX besitzt der Flug eine direkte wirtschaftliche Bedeutung. Finanzchef Bret Johnsen sprach im Vorfeld von einem ersten umsatzwirksamen Flug des Starship-Programms. Während frühere Testfrachten beim Wiedereintritt verglühten, werden die neuen V3-Einheiten fest in das bestehende Netz integriert. Dieses umfasst bereits mehr als 11.000 Satelliten.

Die neue Generation soll die Leistungsfähigkeit massiv steigern. Konzernchef Elon Musk bezifferte die Kapazität der V3-Modelle auf mehr als das Zehnfache der Vorgängerversion V2. Das Starship dient SpaceX künftig als Arbeitspferd für Großprojekte. Unter anderem sollen bis zu eine Million Satelliten ins All transportiert werden, um dort weltraumgestützte Rechenzentren für Künstliche Intelligenz zu betreiben. Diese Wachstumsfantasie hatte bereits den milliardenschweren Börsengang des Unternehmens im vergangenen Sommer angetrieben.

Die Hürde der Wiederverwendbarkeit

Das langfristige Geschäftsmodell von SpaceX basiert auf einer vollständigen Wiederverwendbarkeit beider Raketenstufen. Der Super-Heavy-Booster trennte sich planmäßig und wasserte rund sieben Minuten nach dem Start kontrolliert vor der texanischen Küste. Das Starship selbst soll nach einem knapp zehnstündigen Flug westlich von Chile im Pazifik niedergehen.

Entscheidend bleibt der Schutz vor extremen Temperaturen. Während Experten den Hitzeschild weiterhin als potenzielle Schwachstelle für einen schnellen Wiedereinsatz einstufen, bezeichnete Musk das Hitzeschild-Problem zuletzt als gelöst. Verläuft die Mission erfolgreich, will SpaceX beim 15. Testflug versuchen, das Starship erstmals direkt am Startturm mit mechanischen Armen aufzufangen. Den Booster hat das Unternehmen auf diese Weise bereits dreimal gesichert. Läuft alles nach Plan, sollen beide Stufen ab Ende dieses Jahres oder Anfang 2027 mehrfach fliegen.

Durch das Aussetzen der 26 kommerziellen V3-Satelliten liefert das System erstmals messbaren Mehrwert für das Kerngeschäft von SpaceX. Bis zu bemannten Mond- oder Marsmissionen müssen noch Hürden wie das Betanken im All gemeistert werden. Das Erreichen des Orbits festigt jedoch die Vormachtstellung des Unternehmens im globalen Raumfahrtsektor. Das AKTIONÄR-Depot bleibt bei SpaceX investiert. 

Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: SpaceX.

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