Lufthansa profitiert vom billigen Öl – Treibstoffkosten sinken

Lufthansa profitiert vom billigen Öl – Treibstoffkosten sinken
Foto: Börsenmedien AG
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DER AKTIONÄR 11.01.2016, 13:55 DER AKTIONÄR

Die Aussicht auf weiter sinkende Treibstoffkosten kann der Aktie der Deutschen Lufthansa am Montag nicht auf die Sprünge helfen. Während der DAX moderat im Plus notiert, verliert die Airline-Aktie rund ein Prozent.

Die Lufthansa hofft für das Jahr 2016 auf Rückenwind durch billiges Kerosin. Die Treibstoffkosten sollen trotz des wachsenden Flugangebots im Jahresvergleich um 800 Millionen Euro auf 4,9 Milliarden Euro sinken, wie aus einer Präsentation des Unternehmens hervorgeht. Auch deshalb erwartet das Management um Vorstandschef Carsten Spohr, den um Sondereffekte bereinigten Gewinn vor Zinsen und Steuern (bereinigtes EBIT) im laufenden Jahr erneut steigern zu können.

Für das abgelaufene Jahr geht die Lufthansa weiterhin von einem bereinigten EBIT in Höhe von 1,75 bis 1,95 Milliarden Euro aus. Nicht berücksichtigt sind dabei allerdings die Streikkosten aus dem vierten Quartal, als der Rekordstreik der Flugbegleiter die Airline eine Woche lang quasi lahmgelegt hat. Das Jahresergebnis für 2015 wird der Konzern am 17. März präsentieren.

Angebot soll wachsen

Im laufenden Jahr will Lufthansa-Chef Carsten Spohr vor allem den Aufbau der Billigtochter Eurowings forcieren und so die Stückkosten des Unternehmens senken. Gleichzeitig rechnet der Vorstand wegen der niedrigen Treibstoffkosten und dem wachsenden Billigsegment allerdings mit weiter sinkenden Ticketpreisen. Am Ziel, das Flugangebot im Passagiergeschäft um sieben Prozent auszuweiten, hält die Lufthansa aber fest.

Quelle: Börsenmedien AG

Bisher einziger DAX-Gewinner

Während sich der DAX am Montag etwas von den Rückschlägen seit Jahresbeginn erholen kann, gehört die Lufthansa-Aktie trotz der Meldung zu den schwächsten Werten im deutschen Leitindex. Nichtsdestotrotz ist das Papier im noch jungen Jahr 2016 bislang der einzige DAX-Titel mit positiver Kursentwicklung. Investierte Anleger bleiben dabei, der Stoppkurs des AKTIONÄR liegt bei 12 Euro.

(Mit Material von dpa-AFX)

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