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Foto: Börsenmedien AG
17.05.2016 Maximilian Steppan

Twitter bastelt am Geschäftsmodell – Aktie kaufen?

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Twitter

Twitter blieb bislang den Beweis einer erfolgreichen Monetarisierungsstrategie schuldig. Um das Geschäftsmodell zu verbessern, will der Kurznachrichtendienst den Nutzern laut einem Medienbericht künftig mehr Spielraum geben.

Fotos und Links sollen künftig nicht mehr mit in das 140-Zeichen-Limit eingerechnet werden. Die Änderung könne bereits in den nächsten zwei Wochen greifen, berichtete die Finanz-Nachrichtenagentur Bloomberg mit Berufung auf gut unterrichtete Kreise. Traditionell sind bei dem Kurznachrichtendienst Tweets auf 140 Zeichen beschränkt. Auch wenn eingebundene Links verkürzt werden, werden sie im bisherigen Längenvolumen mit 23 Zeichen berechnet. Twitter selbst bestätigte die Pläne gegenüber Bloomberg nicht.

Ursprungsform: SMS

Vor zehn Jahren waren die ersten Tweets in dem damals gestarteten Dienst noch über SMS abgesetzt worden. Die daraus entstandende Längenbegrenzung wurde aber seither beibehalten und macht auch das Besondere der Twitter-Nachrichten aus. Seit geraumer Zeit gibt es jedoch Diskussionen, ob längere Tweets, etwa bis zu 10 000 Zeichen, den Dienst für mehr Nutzer attraktiv machen könnten. Denn die Zahl der aktiven Nutzer wächst nur langsam und war Ende 2015 auch erstmals zurückgegangen. Im März erklärte Twitter-Mitgründer Jack Dorsey jedoch, dass das Limit beibehalten werde.

Aktie kein Kauf

DER AKTIONÄR würde den Schritt begrüßen. Denn das Vertrauen der Investoren in das Geschäftsmodell schwindet zunehmend. Das als Unicorn an die Börse gegangene Unternehmen hat deutlich an Glamour verloren. Allein in diesem Jahr hat das Papier schon mehr als 40 Prozent an Wert eingebüßt. Längerfristig sieht DER AKTIONÄR bei Twitter die Chance für einen Turnaround. Doch dieser kostet offenbar mehr Zeit als gedacht. In welchen Konkurrenten Anleger stattdessen investieren sollten und welche Unicorns noch kaufenswert sind, lesen Sie in der aktuellen AKTIONÄR-Ausgabe (21/16) nach. Diese können Sie hier downloaden.

(Mit Material von dpa-AFX)

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