21.03.2016 Werner Sperber

Canadian Solar: Die Unsicherheit wird beendet

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Canadian Solar
Trendthema

Canadian Solar hat keine rechte Lust mehr eine sogenannte YieldCo auszugründen, also die selbst betriebenen Solarparks in eine eigene Firma auszulagern und an die Börse zu bringen. Die Anleger sehen derzeit auf den gesunkenen Ölpreis und sagen: Das rechnet sich nicht. Das ist recht kurzsichtig.

YieldCos, eine sichere Bank
Das chinesisch-kanadische Unternehmen baut Solarmodule und Solarparks. Solarparks liefern stete Erträge – entsprechend der Sonneneinstrahlung natürlich. Höhere Wirkungsgrade der Solarmodule, bessere Stromspeichersysteme und ein zwangsläufig wieder steigender Ölpreis werden die Solarparks auch bei den Investoren wieder beliebt machen. Das Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme (ISE) in Freiburg und auch der US-Konzern First Solar haben jüngst unabhängig voneinander Solarmodule mit Rekord-Wirkungsgraden vorgestellt. Beispielsweise die Tesvolt GmbH sorgen für immer günstigere Stromspeichersysteme und das Engagement etwa von Tesla Motors in diesem Geschäft bringt die Forschung voran. Der gesunkene Ölpreis hat viele Öl-Konzerne veranlasst, die Suche nach und das Erschließen von Ölfeldern zumindest einzuschränken. Das wird in einigen Jahren zu einem niedrigeren Angebot und damit zu steigenden Ölpreisen führen.

Es kann jederzeit soweit sein
Insofern wäre eine Gründung eines YieldCo jederzeit nachzuvollziehen. Andererseits zahlen Investoren derzeit eben nicht so viel für entsprechende YieldCo-Aktien. Vor allem jedoch verunsichert die fehlende Entscheidung des Vorstandsvorsitzenden Dr. Shawn Qu. Doch diese Entscheidung wird getroffen werden. Egal wie, danach dürfte alleine wegen der dann beseitigten Unsicherheit der Aktienkurs von Canadian Solar steigen. Wenn dabei die sinkende 200-Tage-Linie bei derzeit 22,95 Dollar überwunden wird, wird ein kräftiges Kaufsignal erzeugt. Wenn diese Marke überwunden wird, sollten Anleger einsteigen und ihr Engagement bei 18 Dollar absichern.