BERLIN (dpa-AFX) - Die FDP sieht sich in ihrer Forderung nach einer Stärkung strukturschwacher Regionen mit Hilfe von Sonderwirtschaftszonen durch eine Umfrage bestätigt. Nach den Vorstellungen der FDP sollen solche Regionen durch Steuerbefreiungen und den Verzicht auf bürokratische Regelungen für die Wirtschaft attraktiv werden, damit sich dort Unternehmen ansiedeln.
In einer repräsentativen Civey-Umfrage im Auftrag der FDP werteten 49 Prozent ein solches Modell als eher oder sehr positiv, 34 Prozent sahen es dagegen als eher oder sehr negativ an. 17 Prozent der Befragten hatten keine Meinung. Die Frage lautete: "Wie bewerten Sie den Vorschlag, Regionen in Deutschland als "Sonderwirtschaftszonen" umfassend von Bürokratie und Steuern zu befreien, um somit die Wirtschaft gezielt zu fördern."
Kubicki: Menschen sind deutlich weiter als Regierung
Der FDP-Vorsitzende Wolfgang Kubicki sagte der Deutschen Presse-Agentur in Berlin: "Die Menschen sind deutlich weiter als die Regierung und auch bereit, unkonventionelle Wege zu gehen, um Wohlstand zu sichern und auszubauen. Mit einer bräsigen und veränderungsscheuen Regierung stehen die Chancen auf Umsetzung natürlich schlecht." Umso wichtiger sei es, dass die Freien Demokraten in Sachsen-Anhalt das jetzt auf geeigneten Gebieten beherzt angehen wollten.
FDP will in Sachsen-Anhalt zwei Sonderwirtschaftszonen errichten
Die FDP in Sachsen-Anhalt schlägt in ihrem Programm für die Landtagswahl am kommenden Sonntag die Errichtung von zwei Wirtschaftszonen vor: Eine soll auf dem Gelände bei Magdeburg entstehen, wo ursprünglich der Chiphersteller Intel
Die FDP-Landesvorsitzende und Spitzenkandidatin Lydia Hüskens sagte dazu: "Wir wollen in Sachsen-Anhalt die Sonderwirtschaftszonen endlich einmal ausprobieren, mit hervorragender Infrastruktur, schnellen Genehmigungen und steuerlichen Vorteilen für große wie kleine Unternehmen in diesem Gebiet."/sk/DP/zb
Quelle: dpa-AFX
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