ROM (dpa-AFX) - Der italienische Energieversorger Enel
In den ersten sechs Monaten des Jahres zog der um Sondereffekte bereinigte Gewinn um knapp drei Prozent auf 3,93 Milliarden Euro an. Von Bloomberg befragte Experten hatten mit einem leichten Rückgang gerechnet. Der Umsatz stagnierte bei knapp 41 Milliarden Euro. Der Nettogewinn stieg um rund 9 Prozent auf gut 3,7 Milliarden Euro. Er lag damit etwas über den Analystenschätzungen, merkte RBC-Experte Fernando Garcia an.
Während sich das internationale Geschäft der Italiener positiv entwickelt, schwächelt jenes im Heimatmarkt. Dieser Trend hatte sich bereits in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres abgezeichnet. In Italien belasten Enel geringere Margen im Endkundengeschäft, eine reduzierte Stromerzeugung aus Wasserkraft aufgrund von Dürren, niedrigere Preise für Endkunden und ein schwächerer Beitrag aus dem Handel mit Energie.
Der Energiekonzern habe im zweiten Quartal die Erwartungen übertroffen, schrieb Jefferies-Analyst Arturo Murua. Die Entwicklung der Italiener sei solide.
Enel-Anleger brauchten in diesem Jahr bislang starke Nerven - vor allem in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres hatte die Aktie stark geschwankt. Anschließend ging es von April bis Ende Mai überwiegend seitwärts mit leichter Abwärtstendenz. Anfang Juni startete dann ein Erholungsversuch bis nahe an das Ende Februar erreichte Hoch, der aber Mitte Juli abbrach. Seitdem bewegt sie sich wieder überwiegend seitwärts und hat sich so seit dem Jahreswechsel rund zehn Prozent verteuert.
Längerfristig fällt die Bilanz besser aus: In den vergangenen zwölf Monaten hat sich die Aktie um über ein Viertel verteuert. In den vergangenen drei Jahren sogar um über 55 Prozent./lew/zb/men/jha/
Quelle: dpa-AFX
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