LÜBECK (dpa-AFX) - Der Chef des Lübecker Herstellers von Medizin- und Sicherheitstechnik Drägerwerk
Dräger beliefert die Chemieindustrie mit Messgeräten, Warnanlagen und Atemschutzmasken. Der Konzern ist darüber hinaus Dienstleister und stellt Personal, das etwa Produktionsprozesse in Chemiewerken überwacht.
"Wir beobachten, dass viele Anlagen gar nicht wieder angefahren werden und stillstehen", sagte der Dräger-Vorstandsvorsitzende. "Wenn man über Werksgelände läuft, ist es trostlos." Das Unternehmen verzeichne im Chemiebereich Umsatzrückgänge. Diese könne es aber über Wachstum in anderen Bereichen mehr als ausgleichen.
Die zwei Hauptgründe für die schwierige Lage der Chemieindustrie sind Dräger zufolge die Energiepreise und die Bürokratie.
Dräger (63) leitet in fünfter Generation das 1889 in Lübeck gegründete Familienunternehmen. Vergangenes Jahr beschäftigte der börsennotierte Konzern mehr als 16.000 Mitarbeiter und erzielte einen Umsatz von annähernd 3,5 Milliarden Euro. Die Stammaktien hält mehrheitlich die Familie Dräger.
Die Chemiebranche, die zu den größten Industriebranchen des Landes gehört, steckt seit Jahren in einer Krise. Der Branchenverband VCI teilte jüngst mit, dass die Produktion, der Umsatz und die Investitionen im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurückgegangen sind.
Am Stammsitz des weltgrößten Chemiekonzerns BASF
Quelle: dpa-AFX
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