DGAP-News: Nordex Group ist 2021 mit einem Konzernumsatz von EUR 5.4 Mrd. weiter gewachsen (deutsch)

DGAP-News: Nordex Group ist 2021 mit einem Konzernumsatz von EUR 5.4 Mrd. weiter gewachsen (deutsch)
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29.03.2022, 07:00 ‧ dpa-Afx

Nordex Group ist 2021 mit einem Konzernumsatz von EUR 5.4 Mrd. weiter gewachsen

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DGAP-News: Nordex SE / Schlagwort(e): Jahresergebnis/Prognose
Nordex Group ist 2021 mit einem Konzernumsatz von EUR 5.4 Mrd. weiter
gewachsen

29.03.2022 / 07:00
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Nordex Group ist 2021 mit einem Konzernumsatz von EUR 5.4 Mrd. weiter
gewachsen

- Angepasste Prognose 2021 erfüllt

- Installationen steigen um 20 Prozent und Auftragsbestand um 16 Prozent auf
EUR 9 Mrd.

- Finanzierungsmaßnahmen 2021 erfolgreich durchgeführt

- Prognose 2022: Umsatz von EUR 5,4 bis 6,0 Mrd. mit EBITDA-Marge von 1,0
bis 3,5 Prozent

- Strategische Mittelfristziele bestätigt

- Sechster Nachhaltigkeitsbericht präsentiert

Hamburg, 29. März 2022. Die Nordex Group (ISIN: DE000A0D6554) hat ihren
Wachstumskurs im Jahr 2021 erfolgreich fortgeführt, trotz Inflationsdruck
und erheblicher Unterbrechungen der globalen Lieferketten nach der
Covid-19-Pandemie. Dabei hat das Unternehmen seine Produktionskapazitäten
auf über 6 GW erhöht, Installationen um 20 Prozent gesteigert und einen
Konzernumsatz von EUR 5,4 Mrd. erzielt. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und
Abschreibung (EBITDA) von EUR 52,7 Mio. (2020: EUR 94,0 Mio.) wurde
allerdings durch hohe Kosten für Rohstoffe und vor allem Seefrachten
belastet, während das Vorjahr vom Verkauf des europäischen
Projektentwicklungsgeschäfts positiv beeinflusst war.

Nordex Group erfüllt angepasste Prognose 2021
Die Nordex Group hat heute ihren Jahresabschluss 2021 veröffentlicht und
damit die am 9. März 2022 veröffentlichten vorläufigen Ergebnisse bestätigt.
Der Konzernumsatz ist kräftig um 17 Prozent auf EUR 5,4 Mrd. (2020: EUR 4,7
Mrd.) gewachsen. Die EBITDA-Marge lag mit 1,0 Prozent auf dem erwarteten
Niveau, jedoch unter dem Vorjahreswert (2020: 2,0 Prozent). Aufgrund der vor
allem zum Jahresende hin explosionsartig gestiegenen Kosten für Rohstoffe
und Transportdienstleistungen konnte die ursprünglich geplante
Margenverbesserung 2021 nicht realisiert werden. Die auf den Konzernumsatz
bezogene Working-Capital-Quote belief sich zum Jahresende 2021 auf minus
10,2 Prozent. Sie lag damit sogar deutlich unter dem prognostizierten Wert
von kleiner minus 6 Prozent (2020: minus 6,3 Prozent). Die Investitionen
sind auf EUR 168,7 Mio. gestiegen (2020: EUR 162,9 Mio.) und lagen somit
knapp unter dem erwarteten Volumen von EUR 180 Mio.

Zum Bilanzstichtag 2021 belief sich die Eigenkapitalquote im Konzern auf
25,9 Prozent (31. Dezember 2020: 17,5 Prozent). Die deutliche Verbesserung
ist im Wesentlichen auf die Kapitalerhöhung im Juli 2021 und die Rückzahlung
von Fremdkapital zurückzuführen. Die Liquidität der Nordex Group ist zum
Jahresende 2021 leicht auf EUR 784,4 Mio. gestiegen (31. Dezember 2020: EUR
778,4 Mio.). Durch eine Vielzahl von Finanzierungsmaßnahmen, einschließlich
einer Kapitalerhöhung in Höhe von EUR 586,1 Mio., konnte die Nordex Group
eine Netto-Cash-Position von EUR 423,7 Mio. erreichen (31. Dezember 2020:
Nettoverschuldung EUR 40,9 Mio.). Der Free Cashflow betrug EUR minus 24,5
Mio. (2020: EUR minus 120,4 Mio.).

Installationen und Service weiter angestiegen
Im Jahr 2021 hat die Nordex Group ihre Installationen deutlich erhöht,
obwohl es infolge der Covid-19-Pandemie immer wieder zu temporären Störungen
in der Projektabwicklung kam. So installierte das Unternehmen 1.619
Windenergieanlagen in 22 Ländern (2020: 1.533 in 24 Ländern) mit einer
Gesamtleistung von 6,7 GW (2020: 5,5 GW). Das Segment Projekte konnte seinen
Umsatz um 18,2 Prozent auf EUR 4.987 Mio. steigern (2020: EUR 4.217 Mio.),
das Segment Service um 6,9 Prozent auf EUR 468 Mio. (2020: EUR 438 Mio.).
Der Serviceanteil betrug somit 8,6 Prozent vom Gesamtumsatz. Weltweit hatte
die Nordex Group zum Ende des Berichtsjahres 9.765 Windenergieanlagen mit
einer Leistung von insgesamt 27 GW unter Service, meist im Rahmen
langjähriger Verträge. Der Auftragsbestand im Segment Service ist um 7,7
Prozent auf EUR 3,0 Mrd. gestiegen. Das Segment Projekte konnte den
Auftragsbestand deutlich auf EUR 6,2 Mrd. erhöhen.

Der hohe Auftragsbestand sowie die Book-to-Bill-Quote von 1,14 (2020: 1,00)
signalisieren weiteres Wachstumspotenzial für den Konzern.

Produkt und Produktion
Die Nordex Group hat in der Turbinenproduktion insgesamt 1.480 Turbinen mit
einer Gesamtleistung von 6,7 GW hergestellt (2020:1.488 Turbinen mit 5,8
GW). Im Berichtsjahr hat das Unternehmen sein Portfolio erweitert und die
N163/6.X auf den Markt gebracht. Damit wurde der Einstieg in die 6-MW-Klasse
erfolgreich umgesetzt und die hohe Wettbewerbsfähigkeit des Portfolios
erweitert. Im Jahr 2021 hat die Nordex Group das im Vorjahr initiierte
Unternehmensprogramm zur Verbesserung der Profitabilität weiter fortgeführt.

Erfolgreiche Finanzierungsmaßnahmen durchgeführt
Im Juli 2021 hat das Unternehmen erfolgreich eine Kapitalerhöhung
durchgeführt und 42,7 Mio. neue Aktien ausgegeben. Das Transaktionsvolumen
belief sich auf EUR 586,1 Mio. und beinhaltete Bruttoerlöse von EUR 389,6
Mio. sowie eine Sacheinlage von Acciona S.A. in Höhe von EUR 196,6 Mio.
Diese wurden verwendet, um die Bilanz zu unterstützen und Fremdkapital
zurückzuzahlen. So wurde die vom Bürgschaftsprogramm des Bundes und der
Länder Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg abgesicherte, revolvierende
Kreditfazilität in Höhe von EUR 350 Mio. vollständig und vorzeitig
zurückgeführt. Auch das Forschungs- und Entwicklungsdarlehen bei der
Europäischen Investitionsbank (EIB) von ursprünglichen EUR 100 Mio. wurde
vollständig zurückgezahlt. Parallel dazu hat die Nordex Group das mit EUR
242,4 Mio. dotierte Schuldscheindarlehen auf EUR 25,9 Mio. reduziert.

Prognose für 2022 und Mittelfristziel
Für das laufende Jahr rechnet die Nordex Group mit einem Konzernumsatz von
EUR 5,4 bis 6,0 Mrd., wobei sich die Umsatzerlöse relativ gleich über das
Jahr verteilen sollten. Die EBITDA-Marge wird in einer Bandbreite von 1,0
bis 3,5 Prozent erwartet. Etwaige Kosten für organisatorische
Umstrukturierungen und geopolitische Ereignisse sind dabei nicht
berücksichtigt. Wesentlich für die angestrebte Margenverbesserung sind die
Weitergabe von Kostensteigerungen und der weiter steigende Anteil an
Projekten der Delta4000-Plattform und ein stabiles Makroumfeld. Der Vorstand
der Nordex Group rechnet mit einem weiterhin schwierigen Marktumfeld und
einer angespannten Kostensituation, vor allem als Folge des Kriegs in der
Ukraine.

Zum Jahresende 2022 strebt die Nordex Group eine auf den Konzernumsatz
bezogene Working-Capital-Quote von unter minus sieben Prozent an. Die
Investitionen - insbesondere in die Optimierung der Lieferkette, den Ausbau
der globalen Produktion und die Produktentwicklung - werden auf einem Niveau
von EUR 180 Mio. erwartet.

Die Nordex Group befindet sich auf einem guten Weg und bestätigt hiermit
ihre strategische Zielsetzung, mittelfristig eine EBITDA-Marge von 8 Prozent
zu erreichen.

"Der Auftragsbestand von über EUR 9 Mrd. und die hohen Installationszahlen
unterstreichen die Attraktivität unseres Produktportfolios und die
Fähigkeit, unter schwierigen Rahmenbedingungen erfolgreich installieren zu
können. Damit sind wir gut aufgestellt, um mittelfristig von der anhaltenden
Dynamik des globalen Windenergiemarkts zu profitieren. Allerdings sehen wir
uns kurzfristig aufgrund der weiter angespannten Kostensituation großen
Herausforderungen gegenüber. Der Krieg in der Ukraine und die heute noch
unabsehbaren weltweiten indirekten Folgen daraus sorgen für zusätzliche
Unsicherheit. Dennoch sind wir zuversichtlich, unsere Marge und
Profitabilität kontinuierlich zu steigern", sagt José Luis Blanco, CEO der
Nordex Group.

Nachhaltigkeitsbericht 2021 veröffentlicht
Parallel mit dem Geschäftsbericht veröffentlicht die Nordex Group heute
ihren sechsten Nachhaltigkeitsbericht, der erneut von der
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC geprüft wurde. Dieser Bericht erläutert
die aktuellen Entwicklungen, Aktivitäten und Kennzahlen im Bereich
Nachhaltigkeit und enthält auch den nichtfinanziellen Konzernbericht.
Darüber hinaus stellt die Nordex Group die neue Nachhaltigkeitsstrategie
vor.

Der Geschäftsbericht und der Nachhaltigkeitsbericht stehen ab sofort auf der
Homepage des Unternehmens im Bereich Investor Relations unter
"Publikationen" zum Download zur Verfügung (ir.nordex-online.com). Die
Ergebnisse des ersten Quartals 2022 wird die Nordex Group am 12. Mai 2022
veröffentlichen.

Kennzahlen der Nordex Group

(Mio. EUR) 2021 2020 Veränd. (%)
Umsatz 5.444,0 4.650,7 17,1
davon Segment Service 468,0 437,6 6,9
EBITDA 52,7 94,0 -43,9
EBITDA-Marge 1,0% 2,0 % -1,0 PP
EBIT-Marge (bereinigt um PPA) -1,8% -0,8 % -1,0 PP
Konzernergebnis -230,2 -129,7 -
Investitionen 168,7 162,9 3,6
Free Cashflow -24,5 -120,4 -
Working-Capital-Quote (31.12.) -10,2% -6,3 % -3,9 PP
Liquidität (31.12.) 784,4 778,4 0,8
Nettoliquidität (31.12.) 423,7 -40,9 -
Eigenkapitalquote (31.12.) 25,9 % 17,5 % 8,4 PP
Auftragseingang (Projekte) 5.680,8 4.218,1 34,7
Auftragseingang (Service) 624,7 607,6 2,8
Auftragsbestand (Projekte) 6.177,9 5.137,5 20,3
Auftragsbestand (Service) 3.037,3 2.819,3 7,7
Die Nordex Group im Profil
Die Gruppe hat in ihrer Unternehmensgeschichte bislang insgesamt knapp 39 GW
Windenergieleistung in über 40 Märkten installiert und erzielte im Jahr 2021
einen Umsatz von über EUR 5,4 Mrd. Das Unternehmen beschäftigt derzeit über
8.600 Mitarbeiter. Zum Fertigungsverbund gehören Werke in Deutschland,
Spanien, Brasilien, den USA, Indien und Mexiko. Das Produktprogramm
konzentriert sich auf Onshore-Turbinen vor allem der 4- bis 6,X-MW-Klasse,
die auf die Marktanforderungen von Ländern mit begrenzten Ausbauflächen und
Regionen mit begrenzten Netzkapazitäten ausgelegt sind.

Ansprechpartner für Presseanfragen:
Nordex SE
Felix Losada
Telefon: +49 (0)40 / 300 30 - 1141
flosada@nordex-online.com

Ansprechpartner für Investoren:
Nordex SE
Felix Zander
Telefon: +49 (0)40 / 300 30 - 1116
fzander@nordex-online.com

Nordex SE
Tobias Vossberg
Telefon: +49 (0)40 / 300 30 - 2502
tvossberg@nordex-online.com

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Quelle: dpa-AFX