Im freundlichen Marktumfeld legt die Nordex-Aktie am Dienstag wieder den Vorwärtsgang ein. Trotz der starken Zahlen zuletzt kämpft der Turbinenbauer aber weiter mit dem nachhaltigen Sprung zurück über die 40-Euro-Marke. Neue Großaufträge aus den USA könnten dem MDAX-Titel dabei entscheidende Impulse verschaffen.
Drei neue Großaufträge hat Nordex laut Konzernmitteilung aus den USA erhalten, die eine Gesamtkapazität von mehr als 480 Megawatt haben. Das entspricht alleine rund 15 Prozent des gesamten Auftragseingangs im zweiten Quartal, als es Neuaufträge über knapp 3.100 Megawatt gegeben hatte. Es geht dabei um 81 Turbinen des Typs N163/5.X.
Nordex will die Turbinen im eigenen US-Werk in Iowa fertigen. Mit dem neuen Auftrag zeigt sich erneut, dass die Windkraft trotz des Gegenwinds durch US-Präsident Donald Trump, der sich mehrfach gegen die Branche ausgesprochen hat, in den USA gefragt bleibt. Der KI-Boom löst dort einen riesigen Energiehunger aus, der ohne grüne Energien kaum zu stemmen ist.
Ende Juli hatte Nordex mit starken Zahlen überzeugt und vor allem bei der Marge die Erwartungen übertroffen. Höhere durchschnittliche Verkaufspreise der Turbinen sorgen mittlerweile dafür, dass die Profitabilitätsprobleme der Vergangenheit angehören und die vollen Auftragsbücher mittlerweile auch in profitable Umsätze umgewandelt werden können.
Bei Nordex läuft es operativ weiter rund. Wichtig ist, dass es auch im US-Markt trotz Trump weiter gut läuft. Wird die 40-Euro-Marke nun nachhaltig überwunden und auch die 50-Tage-Linie überschritten, dann dürfte es schnell auch wieder Richtung Mehrjahreshoch bei 51,70 Euro gehen. Anleger können das aktuelle Niveau deshalb weiter nutzen, um noch einzusteigen. Angesichts des mittlerweile nachhaltig bestätigten, positiven Margentrends dürfte der Trend noch anhalten.
Heute, 11:59
Bei Google bevorzugen