FRANKFURT (dpa-AFX) - Anleger haben sich am Donnerstag von Aktien aus dem Immobiliensektor getrennt. Am stärksten kamen Vonovia
Vonovia hatte am Morgen Geschäftszahlen für 2025 veröffentlicht und dabei die Ziele für die kommenden Jahre bekräftigt. Analysten zeigten sich in ihren Reaktionen durchaus angetan von den Aussagen des Unternehmens. Allerdings wies Neil Green von der Bank JPMorgan darauf hin, dass die Stimmung für die Branche unter globalen Risiken leiden könnte.
Der Experte hob in diesem Zusammenhang vor allem inflationäre Effekte hervor. Der sich verschärfende Krieg im Nahen Osten hat die Energiepreise weltweit nach oben getrieben. Am Donnerstag verteuerte sich Rohöl der Sorte Brent um zehn Prozent. Angesichts der Rally von Öl und Gas hat die Hoffnung auf Zinssenkungen der Notenbanken einen herben Dämpfer bekommen. An den Kapitalmärkten sind die Zinsen zuletzt kräftig gestiegen. Sogar über mögliche Leitzinserhöhungen der Notenbanken zur Inflationsbekämpfung wird wieder diskutiert.
"Die globalen Ereignisse lassen die inflationären Risiken - und damit die Renditen - steigen", konstatierte Green. Darunter litten typischerweise gerade die deutschen Branchentitel. In der zweiten Reihe sackten LEG
Die Kapitalmarktzinsen sind ein wichtiger Einflussfaktor für die Immobilienbranche. Bei steigenden Zinsen verteuert sich die interne Refinanzierung der Unternehmen und kreditfinanzierte Zukäufe werden kostspieliger. Verkäufe aus den Portfolios wiederum werden erschwert, weil sich für die potenziellen Käufer die Finanzierung verteuert./bek/ag/nas
Quelle: dpa-AFX