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21.09.2020 Marion Schlegel

Roche mit Übernahme – das macht die Aktie

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Roche

Roche hat an einem Branchenkongress Daten aus drei Phase-3-Studien mit dem Immun-Therapeutikum Tecentriq (Atezolizumab) zur Behandlung von dreifach-negativem Brustkrebs (TNBC) vorgestellt. Diese zeigten unter anderem die positivere Auswirkung von Tecentriq in Kombination mit Chemotherapie im Vergleich zu einem Placebo mit Chemotherapie, teilte der Pharmakonzern mit.

Die finalen Daten zu den Gesamtüberlebenschancen hätten mit den Zwischenanalysen übereingestimmt. Ergebnisse aus einer Studie von Tecentriq in Kombination mit Paclitaxel erreichten aber nicht den primären Endpunkt des progressionsfreien Überlebens.

Am Donnerstag hatte Roche bereits angekündigt, sich mit einer Vielzahl an Präsentationen am diesjährigen Krebskongress ESMO zu beteiligen. Dieser findet virtuell seit dem 19. September statt und endet am heutigen Montag.

Derweil meldeten die Schweizer eine Übernahme. Roche kauft die irische Biotechfirma Inflazome. Deren Aktionäre erhalten zum einen eine Vorauszahlung von 380 Millionen Euro und haben Anspruch auf zusätzliche bedingte Zahlungen nach Erreichens bestimmter Meilensteine, wie die in Dublin beheimatete Gesellschaft am Montag mitteilte.

Durch die Übernahme erhält Roche die vollen Rechte am gesamten Portfolio von Inflazome. Dieses besteht den Angaben zufolge aus klinischen und präklinischen, oral verfügbaren niedermolekularen NLRP3-Inhibitoren zur Behandlung chronischer Entzündungen. Roche beabsichtige, NLRP3-Inhibitoren für eine Vielzahl von Indikationen weiterzuentwickeln, heißt es weiter.

Die Aktie von Roche hat sich seit Ende August sehr stark entwickelt, im Zuge der allgemeinen Marktschwäche ist die Aufwärtsbewegung jedoch vorerst ins Stocken geraten. Langfristig bleibt das Papier aber ein Basisinvestment im Sektor, das Unternehmen ist weiterhin sehr stark aufgestellt. Roche ist zudem ein verlässlicher Dividendenzahler. Derzeit beträgt die Rendite 2,7 Prozent.

(Mit Material von dpa-AFX)