Die elektronische Rezeptierung in Deutschland wird immer besser von den gesetzlich Krankenversicherten angenommen – und immer mehr davon auch bei Online-Apotheken eingelöst. Das verleiht Redcare Pharmacy (vormals Shop Apotheke Europe) frischen Rückenwind. Denn die jüngste Prognoseerhöhung ist auf das Geschäft mit verschreibungspflichtigen Medikamenten zurückzuführen.
Die detaillierten Zahlen zum dritten Quartal des Unternehmens, die Ende Oktober publiziert wurden, haben die positive Einschätzung zahlreicher Analysten bestätigt. Gerhard Orgonas von der Privatbank Berenberg sieht die Online-Apotheke auf einem guten Weg zur dauerhaften Profitabilität. Kursziel 102 Euro; die Einstufung lautet weiterhin "Buy".
Noch mehr Aufwärtspotenzial sieht das Bankhaus Metzler. Nach den Ergebnissen für das vergangene Quartal erhöhten die Experten den Zielkurs um fünf auf nun 145 Euro. Das Votum lautet "Buy".
Auch das Analysehaus MPCM bleibt bullish und rät weiterhin zum Kauf. Am Dienstag schraubte Yannik Siering den fairen Wert um ebenfalls fünf Euro auf nun 125 Euro nach oben.
Siering reagierte auf die Zahlen und passte seine EBIT-Prognosen für die Jahre 2026 bis 2028 nach oben. Gleichzeitig reduzierte der Analyst aber auch seine Schätzungen für den Gewinn je Aktie. Laut Siering sei die Erhöhung des Kursziels hauptsächlich technischer Natur, da die Wandelanleihe nun konsequent als Fremdkapital im Bewertungsmodell berücksichtigt werde und potenzielle Wandlungsaktien nicht mehr mitzählen würden.
Im angespannten Marktumfeld beweist der SDAX-Wert eine hohe Relative Stärke. Der massive Dip vom Freitag, an dem der deutsche Nebenwert sogar wieder unter die Marke von 70 Euro gerutscht ist, hat sofort Käufer angezogen. Aus fundamentaler und charttechnischer Sicht lohnt sich wieder ein genauerer Blick auf die Investmentstory der Online-Apotheke.
Heute, 11:35
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