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09.09.2020 Michel Doepke

Qiagen bläst zur Attacke auf Abbott, Roche und Co – die Details

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Qiagen

In der Corona-Diagnostik überschlagen sich derzeit die Ereignisse. Zunächst ist Abbott Laboratories mit einem neuen Corona-Schnelltest vorgeprescht und hat die Konkurrenz in die Bredouille gebracht. Im Anschluss setzte Roche ein ähnlich dickes Ausrufezeichen. Auch die deutsche Qiagen will mit Antigentests den Markt nun aufmischen.

Mithilfe eines kleinen digitalen Testsystems sollen SARS-CoV-2-Antigene bei Menschen mit aktiven Infektionen innerhalb von 15 Minuten nachgewiesen werden. Das System könne 30 Abstriche pro Stunde verarbeiten.

Eilzulassung bei der FDA angestrebt

"Im vierten Quartal sollen zwei Versionen des Antigentests auf den US-amerikanischen Markt kommen – eine für Labore und eine für den dezentralen Einsatz am so genannten Point of Care (POC)", heißt es von Unternehmensseite. Qiagen werde bei der US-Gesundheitsbehörde FDA einen Antrag auf Eilzulassung (EUA) stellen und in Europa die CE-IVD-Registrierung anstreben.

Qiagen (WKN: A2DKCH)

Qiagen ist zweifelsohne einer der Krisengewinner. Die Aktie sollte positiv auf die Antigentest-Meldung reagieren und die Kursabschläge, die durch die angekündigten Corona-Schnelltests von Abbott respektive Roche entstanden sind, wieder wett machen. Im Peergroup-Vergleich ist der Wert zudem vergleichsweise günstig (Kurs-Gewinn-Verhältnis von 20 für 2021, Abbott kommt auf 26, DiaSorin sogar auf 33). Unbedingt dabeibleiben – auch ein erneuter Übernahmeversuch von einem Big Player ist nicht auszuschließen.