Zum Start in die neue Handelswoche richtet sich der Fokus auf den dänischen Biopharma-Riesen Novo (vormals Novo Nordisk). Mit dem diesjährigen Kapitalmarkttag in London gibt das Unternehmen den Anlegern respektive Aktionären neue langfristige Ziele an die Hand. Der große Wurf bleibt allerdings aus, Anleger schicken die Aktie erneut auf Talfahrt.
Der Kapitalmarkttag soll sich auf die unter anderem auf die Unternehmensstrategie, Forschungs- und Entwicklungsstrategie, strategischen Schwerpunkte und Erfolgsfaktoren in den verschiedenen Therapiegebieten sowie die kommerzielle Strategie fokussieren.
Novo will bis 2030 mehr als fünf Multi-Blockbuster auf den Markt bringen und bis 2035 einen Pipeline-Umsatz von mehr als 150 Dänische Kronen (gut 20 Milliarden Euro) erzielen. Das entspricht in etwa der Hälfte des diesjährigen Umsatzes, den die Entwicklungspipeline beisteuern soll. Zudem ist eine Diversifizierung der Pipeline geplant.
Bis 2030 sollen mindestens fünf Phase-3-Programme im Bereich Adipositas und Diabetes sowie weitere fünf Phase-3-Programme in anderen Therapiegebieten die Pipeline von Novo zieren.
Was das Umsatzwachstum angeht, lassen sich die Dänen keine konkreten Zahlen entlocken. Novo wolle zwischen 2026 und 2030 ein Plus "auf vergleichbarem Niveau wie die Branchenkollegen" erzielen. Darüber hinaus schreibt sich die Firma auf die Fahnen, eine "weitgehend" operative Marge aufrechtzuerhalten und unverändert eine "attraktive" Dividende zu zahlen.
Schwammige, wenig konkrete Ziele, die Anleger in einer ersten Reaktion mit einem Minus von gut sechs Prozent quittieren. Vor allem in Sachen M&A hatten sich im Vorfeld einige Marktteilnehmer einen transformativen Schritt gewünscht.
Novo Nordisk bleibt seiner Linie treu und kündigt im Rahmen des Kapitalmarkttages keinen transformativen, diversifizierenden Zukauf an. Den Anlegern fehlt schlichtweg weiterhin die Fantasie, dass dem Unternehmen kurz- bis mittelfristig der Turnaround gelingen kann. Investierte Anleger beachten den Stopp bei 33 Euro.
Hinweis auf Interessenkonflikte:
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Novo Nordisk.
Der Autor hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Novo Nordisk.
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