Es war der größte Kurssprung der Firmengeschichte: Am Mittwoch katapultierte sich die Moderna-Aktie um bis zu 177 Prozent nach oben. Am Donnerstag kam es dann jedoch zu deutlichen Gewinnmitnahmen. Knapp 24 Prozent gab das Papier wieder nach bis in den Bereich von 133 Dollar.
Gemeinsam mit Merck & Co meldete der mRNA-Pionier zur Wochenmitte, dass der personalisierte Krebsimpfstoff Intismeran autogen in der Phase-3-Studie INTerpath-001 beim Melanom seine Endpunkte erreichte – der erste späte Studienerfolg einer mRNA-Krebstherapie überhaupt.
Die Aktie schoss daraufhin massiv nach oben, mehr als 40 Milliarden Dollar an Marktkapitalisierung wurde hinzugewonnen. Da viele Marktteilnehmer bei dem Wert short waren, heizte ein sogenannter Short Squeeze die Bewegung nach oben an. Am Donnerstag folgte jedoch eine deutliche Korrektur. Aus dem Handel ging die Aktie von Moderna um 23,5 Prozent tiefer bei 133,32 Dollar.
Grund waren hier insbesondere Gewinnmitnahmen. Moderna und Merck & Co blieben aber auch in der jüngsten ersten Veröffentlichung konkrete Zahlen zum Ausmaß des Patientennutzens schuldig, was eine gewisse Skepsis am Markt aufkommen ließ. Salveen Richter, Analystin bei der US-Investmentbank Goldman Sachs, erklärt aber: „Obwohl keine konkreten Daten veröffentlicht wurden, deutet unsere frühere Analyse darauf hin, dass ein Hazard Ratio im niedrigen bis mittleren Bereich von 0,70 statistische Signifikanz ermöglichen würde. Dabei ist zu berücksichtigen, dass das Management die Hürde für die Interimsanalyse als hoch beschrieben hat.“ Sie erhöhte das Kursziel von Moderna von 67 auf 120 Dollar. Gleichzeitig lobte sie: „Diese Daten sind der erste Durchbruch für den Onkologie-Bereich von mRNA und die ersten positiven zulassungsrelevanten Daten für mRNA außerhalb des Geschäfts mit Atemwegsimpfstoffen.“
Auch DER AKTIONÄR hat nach dem massiven Anstieg am Mittwoch im AKTIONÄR-Depot Teilgewinne mitgenommen. Insgesamt stimmen die jüngsten Entwicklungen aber langfristig ganz klar zuversichtlich. Anleger lassen deswegen die Restposition weiter laufen.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Moderna. Merck & Co.
Aktien der Moderna befinden sich in einem Real-Depot der Börsenmedien AG.
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