Der US-Pharmakonzern Johnson & Johnson hat die Zahlen zum dritten Quartal vorgelegt. Sowohl Umsatz als auch Gewinn legten zu, die Prognose für das Gesamtjahr wurde angehoben. Die Aktie kann davon allerdings nicht profitieren. Das Papier verliert im vorbörslichen US-Handel mehr als drei Prozent.
Johnson & Johnson startet mit einem Dämpfer: Und das, obwohl der Konzern im dritten Quartal weitgehend im Rahmen der Erwartungen lag. Der Umsatz stieg auf 25,4 Milliarden Dollar, ein Plus von 5,9 Prozent im Jahresvergleich und im Rahmen der Konsensschätzungen. Das bereinigte Ergebnis je Aktie von 2,59 Dollar übertraf die Analystenschätzungen um sieben Cent. Der ausgewiesene Gewinn je Aktie fiel hingegen auf neun Cent. Auslöser sind eine einmalige Sonderbelastung für den geplanten Talkum-Vergleich, die Übernahme von Firefly Bio und die Kooperation mit Sail Biomedicines.
Die Prognose wurde erhöht. Beim bereinigten Gewinn je Aktie erwartet Johnson & Johnson für 2026 nun 11,05 bis 11,15 Dollar, zuvor 10,96 bis 11,11 Dollar. Beim Umsatz liegt die neue Spanne bei 101,0 bis 101,4 Milliarden Dollar.
Die Pharmasparte steigerte den weltweiten operativen Umsatz um 7,9 Prozent, getragen von Tremfya und neueren Immunologie-Präparaten. Caplyta legte um 66 Prozent zu, getrieben von neuen Anwendungen wie der Zusatztherapie bei Depressionen. Tecvayli wuchs um knapp 77 Prozent. Darzalex, der umsatzstärkste Myelom-Wirkstoff des Konzerns, wuchs zweistellig, blieb aber hinter den Erwartungen der Analysten zurück.
Insgesamt hatte sich der Markt trotz des angehobenen Ausblicks noch etwas mehr erwartet. Ein Angriff auf das Anfang September bei 281,07 Dollar markierte Allzeithoch dürfte nun erst einmal vertagt werden. Investierte Anleger bleiben dabei, sichern sich aber weiter mit einem Stopp bei 184,00 Euro ab. Nicht zu verachten außerdem: Johnson & Johnson ist ein verlässlicher Dividendenzahler. Aktuell beträgt die Rendite 2,0 Prozent.
Heute, 13:19
Bei Google bevorzugen