Das umfangreiche Transformationsprogramm beim Spezialverpackungshersteller aus Düsseldorf entfaltet peu à peu seine Wirkung. Im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres (März bis Mai) konnte Gerresheimer laut vorläufigen Erhebungen sowohl den Umsatz als auch das bereinigte EBITDA deutlich im Vergleich zum Q1 steigern.
Im zweiten Quartal des laufenden Fiskaljahres erlöste Gerresheimer 578 Millionen Euro nach angepassten 614 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Das bereinigte EBITDA erreichte 102 Millionen Euro nach angepassten 126 Millionen Euro im Q2 2025.
Dennoch zeigte Gerresheimer im Vergleich zum Q1 2026 (Dezember bis Februar) eine klare operative Verbesserung. Diese hebt auch Finanzvorstand Wolf Lehmann hervor: „Das zweite Quartal 2026 ist wie erwartet stärker ausgefallen und liegt im Adjusted EBITDA mehr als 50 Prozent über dem Vorquartal. Unser Transformationsprogramm gto beginnt zu greifen.“
Indes will sich der Spezialverpackungshersteller von der US-Tochter Centor und dem Primary-Packaging-Plastics-Geschäft trennen, um die hohe Verschuldung zu reduzieren. CFO Lehmann ergänzt: „Wir erwarten zudem kurzfristig den Abschluss des Verkaufs von Centor und der Verkaufsprozess von Primary Packaging Plastics schreitet planmäßig zügig voran. Entlang dieser Meilensteine stellen wir Gerresheimer durch die geplante neue Kapitalstruktur langfristig wieder auf eine absolut solide Basis.“
Die endgültigen Zahlen für das zweite Quartal respektive das erste Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres werden Gerresheimer "voraussichtlich" Ende November veröffentlichen.
Gerresheimer hat nach zahlreichen Gewinnwarnungen und Bilanzproblemen samt Verschiebung des Geschäftsberichtes und dem dadurch besiegelten Abstieg aus dem SDAX einen Scherbenhaufen hinterlassen. Die operative Performance scheint sich aber inzwischen wieder zu verbessern. Anleger sollten derzeit allerdings lieber auf das Papier von Schott Pharma setzen.
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