23.01.2020 Marion Schlegel

Dividenden-Garant Roche: Das gibt’s doch nicht!

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Roche
Trendthema

Die Aktie des Schweizer Pharmakonzerns Roche hat in den vergangenen Monaten eine schier unglaubliche Performance hingelegt. Seit dem Zwischentief Mitte 2018 bei 206,35 Schweizer Franken hat sich das Papier nahezu ohne Pause nach oben gearbeitet. Nach dem jüngsten Ausbruch über das bisherige Allzeithoch aus dem Jahre 2014 bei 295,80 Schweizer Franken hat die Aktie noch einmal richtig Fahrt aufgenommen. Seitdem eilt der Titel von Rekord zu Rekord. Der vorläufige neue Höchststand wurde am Dienstag bei 332,35 Franken markiert. Und viele Analysten trauen dem Wert noch deutlich mehr zu.

Das Analysehaus Jefferies beispielsweise hat das Kursziel für Roche vor den Zahlen zum vergangenen Geschäftsjahr, die am 30. Januar veröffentlicht werden, von 345 auf 370 Franken angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Der Pharmahersteller dürfte die Erwartungen für 2019 übertroffen haben, schrieb Analyst Peter Welford in einer am Mittwoch veröffentlichten Studie. Der Ausblick könnte zu einer Anhebung der Marktschätzungen führen.

Die US-Investmentbank Bank of America (BofA) hat das Kursziel für Roche vor Kurzem ebenfalls angehoben: von 345 auf 360 Franken. Die Einstufung wurde mit "Buy" bestätigt. Analyst Sachin Jain rechnet in einer am Dienstag vorliegenden Studie damit, dass in diesem Jahr viele positive Kurstreiber in der Produktpipeline des Pharmakonzerns stecken. Die Bewertung der Aktie sei attraktiv.

Vorsichtiger präsentiert sich hingegen Liberum Capital. Das Haus hat das Kursziel für Roche zwar ebenfalls von 280 auf 300 Franken angehoben, die Einstufung aber auf "Hold" belassen. Analyst Graham Doyle blickt in seiner jüngsten Branchenstudie vorsichtig auf den Pharmasektor, der bereits 2019 recht gut gelaufen sei.

DER AKTIONÄR zählt Roche ganz klar weiter zu den Favoriten im Sektor, jedoch wird nach der jüngsten Rallye die Luft dünner. Seit der Empfehlung des AKTIONÄR im Mai 2018 liegt das Papier von Roche bereits mehr als 60 Prozent im Plus. Über Teilgewinnmitnahmen kann man nun durchaus einmal nachdenken. Zumindest sollte man aber den Stopp sukzessive nachziehen.

(Mit Material von dpa-AFX)