7 Chancen auf 111 Prozent
12.10.2020 Michel Doepke

DAX zum Wochenstart im Aufwind: Daimler an der Spitze, MTU schwach

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DAX

Der deutsche Aktienmarkt hat am Montag den Schwung der Vorwoche mitgenommen und im Plus geschossen. Der Leitindex DAX schloss 0,67 Prozent höher bei 13.138,41 Punkten. Damit bewegt sich das Börsenbarometer aktuell auf dem Niveau von Mitte September. Die Aktien von Daimler und Infineon bleiben gefragt.

Die jüngsten Gewinne gehen in erster Linie auf Hoffnungen zurück, dass es in den USA in Kürze ein weiteres billionenschweres Corona-Konjunkturpaket geben wird. Größere Verhandlungsfortschritte zwischen Demokraten und Republikanern allerdings sind bisher ausgeblieben.

Daimler gesucht

Unter den Einzelwerten am deutschen Markt rückten vor allem die Anteilsscheine von Daimler in den Fokus. Mehrere positive Studien hatten ihnen Auftrieb gegeben, darunter insbesondere eine der US-Investmentbank Goldman Sachs. Analyst George Galliers hatte das Kursziel der Aktie von 40 auf 60 Euro angehoben und das Papier um zwei Stufen, von "Sell" auf "Buy", hochgestuft. Wie der jüngste Strategietag gezeigt habe, beschleunige sich das Tempo des Wandels, schrieb er. Auch JPMorgan äußerte sich optimistisch. Die Aktien gewannen als zweitbester DAX-Wert hinter Infineon 1,7 Prozent.

Daimler (WKN: 710000)

MTU auf der Verliererseite

Im DAX übernahm zum Start in die neue Handelswoche MTU Aero Engines die rote Laterne trotz Kurszielanhebungen. Die LBBW sieht den Wert nun bei 147 Euro (vorher 135 Euro) fair bewertet. Die US-Bank Citigroup hat das Kursziel für MTU sogar von 159 auf 164 Euro angehoben und die Einstufung auf "Neutral" belassen. Analyst Charles Armitage erhöhte in einer am Montag vorliegenden Studie seine Prognose für den freien Barmittelfluss des Triebwerkherstellers im Jahr 2020.

MTU Aero Engines (WKN: A0D9PT)

Die Daimler-Aktie setzt mit dem Rückenwind von Analystenseite den Aufwärtstrend fort. Anleger bleiben dabei. MTU hingegen agiert als Triebwerksbauer in einem unverändert schwierigen Fahrwasser. Die Aktie bleibt aber auf der Watchlist des AKTIONÄR.

(Mit Material von dpa-AFX)

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