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08.12.2019 Marion Schlegel

Biotech-Geheimtipp Ergomed: Setzt da an, wo Evotec aufhört – Vorstand im Interview

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ERGOMED LS

Ergomed ist ein hochinteressanter europäischer Biotech-Wert. Das Unternehmen verfügt über ein mehrgleisiges Geschäftsmodell. Ergomed ist ein Marktführer im Bereich der Pharmakovigilanz (Arzneimittelsicherheit). Der zweite Bereich umfasst das Dienstleistungsangebot im Bereich der klinischen Auftragsforschung, also dem CRO-Bereich (clinical research organisation services). Hier liegt der Fokus vor allem auf der Entwicklung von Arzneimitteln für seltene Erkrankungen (Orphan-Arzneimittel) sowie dem Bereich der Onkologie. DER AKTIONÄR hat den Finanzvorstand von Ergomed, Richard Barfield, zu den Chancen im Orphan-Segment sowie den allgemeinen Geschäftsaussichten befragt.

Richard Barfield, Finanzvorstand von Ergomed

DER AKTIONÄR: Herr Barfield, Sie haben mit Ergomed Mitte November am Orphan Drug Congress in Barcelona teilgenommen. Wie sehen Sie die Chancen in diesem Bereich?

Richard Barfield: Der Markt für Orphan-Arzneimittel ist von einer hohen Dynamik geprägt. Es ist einer der am schnellsten wachsenden Sektoren mit einem globalen Marktvolumen in der Auftragsforschung von circa 5,8 Milliarden Dollar und weltweit geschätzten 30 Millionen Patienten. Prognosen zufolge soll der Markt für Orphan-Arzneimittel bis 2024 um 12,3 Prozent pro Jahr wachsen – zum Vergleich, dies entspricht etwa der doppelten Wachstumsrate des Gesamtmarktes verschreibungspflichtiger Medikamente.

Was sind die neuesten Entwicklungen in diesem Bereich?

Hier sticht vor allem die zunehmende Bedeutung von Zell- und Gentherapien hervor. Um die Entwicklung neuer Therapieoptionen weiter zu beschleunigen, rücken zudem zunehmend Patienten und Angehörige in den Mittelpunkt. Aber auch die Zusammenarbeit mit Patientenorganisationen und die Rolle der Patientengemeinschaften gewinnen weiter an Bedeutung. Diese Aspekte standen auch bei unserer Teilnahme am World Orphan Drugs Congress in Barcelona im Vordergrund.

ERGOMED LS (WKN: A117XM)


Werfen wir einen Blick auf das Gesamtunternehmen Ergomed. Welche kurzfristigen Katalysatoren kann man erwarten?

Wie Sie wissen, haben wir in den letzten Monaten das Managementteam und den Aufsichtsrat des Unternehmens durch mehrere wichtige Neueinstellungen weiter verstärkt. In Anbetracht unserer guten Ergebnisse sowie dem zunehmenden Interesse an unserem Unternehmen gehen wir davon aus, dass sich hier auch zukünftig gute Chancen bieten werden.

Wir verfolgen zudem eine aktive Akquisitionsstrategie und hier ergeben sich über alle unsere Geschäftsbereiche hinweg eine Reihe von Chancen. Darüber hinaus haben wir in den vergangenen Jahren drei bis vier Wochen nach Jahresende stets ein Trading Statement veröffentlicht – dies werden wir voraussichtlich auch im Jahr 2020 beibehalten und im Januar ein hoffentlich positives Update zum Geschäftsjahr 2019 bekannt geben, bevor im März die vollständigen Ergebnisse für das Gesamtjahr vorliegen.


Herr Barfield, vielen Dank für das interessante Gespräch.

Das Interview ist bereits in der Ausgabe 48/2019 des AKTIONÄR erschienen. Diese können Sie hier bequem herunterladen.