Das DAX-Unternehmen Bayer investiert einen milliardenschweren Euro-Betrag in einen neuen hochmodernen Standort. Dieser soll allerdings nicht im Heimatmarkt Deutschland entstehen, sondern in den USA.
Die Leverkusener nehmen 2,2 Milliarden Dollar in die Hand, um in New Albany im US-Bundesstaat Ohio eine neue Produktionsstätte mit 600 Arbeitsplätzen hochzuziehen. Während der Bauphase sollen demnach weitere 1.500 Arbeitsplätze im Baugewerbe entstehen.
„Für Bayer sind die Vereinigten Staaten seit Langem ein wichtiger Produktionsstandort und bedeutendes Innovationszentrum. Diese wegweisende Investition bekräftigt unser langfristiges Engagement in den USA“, so Bayer-Chef Bill Anderson. „Am neuen Standort bringen wir Produktionskompetenz und qualifizierte Fachkräfte zusammen, um Patienten in den Vereinigten Staaten und weltweit mit innovativen, hochwertigen Arzneimitteln zu versorgen.“
Zunächst solle der Standort das wachsende Portfolio von Bayer in den Bereichen Onkologie sowie Herz-Kreislauf- und Nierenerkrankungen unterstützen, heißt es in einer Pressemitteilung vom Freitag. Das erste Modul zur pharmazeutischen Wirkstoffherstellung solle laut Bayer 2031 in Betrieb gehen, ein zweites zur Herstellung von Fertigarzneimitteln erst im Jahr 2034.
Im Zuge des Umbaus hat Bayer hingegen in Deutschland zuletzt Stellen abgebaut (DER AKTIONÄR berichtete). Zählte der Konzern per Ende 2022 noch gut 101.000 Beschäftigte (auf Vollzeitkräfte umgerechnet), waren es Ende 2025 nur noch rund 88.000 Mitarbeiter. Zuletzt haben in Deutschland mehrere große Pharma-Firmen die politischen Rahmenbedingungen für die Branche kritisiert.
Die USA sind der größte und wichtigste Pharma-Markt der Welt. Dass Bayer hier seine langfristige Präsenz stärkt, verwundert daher nicht. Unabhängig davon hält DER AKTIONÄR an seiner kritischen Einschätzung fest und rät von einem Einstieg ab. Zuletzt hat sich ohnehin das Chartbild merklich verschlechtert.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Bayer.
Heute, 07:59
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