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21.05.2021 Michel Doepke

Bayer im Glyphosat-Streit: Das raten jetzt die Analysten

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Bayer

Der DAX-Konzern Bayer muss sich weiter mit den Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten in den USA auseinandersetzen. In dieser Woche forderte der zuständige Richter Vince Chhabria weitere Nachbesserungen bei einem wichtigen Teil des angestrebten Milliardenvergleichs. Nun haben sich die Analysten zu Wort gemeldet.

Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat die Einstufung für Bayer nach einer richterlichen Anhörung im Glyphosat-Streit auf "Buy" mit einem Kursziel von 71 Euro belassen. Die Fragen hätten sich vor allem auf die mögliche Länge und das Ausmaß einer Sammelklage wegen des Unkrautvernichters Roundup konzentriert, schrieb Analyst Keyur Parekh in einer am Donnerstag vorliegenden Studie. Hierbei gehe es um solche Anwender des Mittels, für die bislang noch kein Non-Hodgkin-Lymphom diagnostiziert sei.

UBS sieht großes Upside-Potenzial

Auch die UBS hat den DAX-Wert auf "Buy" und sogar mit einem Kursziel von 85 Euro belassen. Es habe dort viele Fragen, aber nicht ganz so viele Antworten gegeben, schrieb Analyst Michael Leuchten in einer am Donnerstag vorliegenden Studie. Es werde nun womöglich länger als die sonst üblichen 30 Tage bis zu einer Entscheidung des Richters in dieser Angelegenheit dauern.

Morgan Stanley hat die Einstufung für Bayer nach einer US-Gerichtsanhörung zum geplanten Umgang mit künftigen Glyphosat-Klagen auf "Overweight" mit einem Kursziel von 71 Euro belassen. Richter Chhabria sei immer noch nicht vom Vergleichsvorschlag überzeugt und habe auch vorgeschlagen, dass die Streitparteien den Vorschlag überarbeiten sollten, schrieb Analyst Vincent Andrews in einer am Donnerstag vorliegenden Studie. Vor einer vorläufigen Zustimmung des Richters brauche es wohl noch einige Anpassungen der geplanten Regelungen.

Bayer (WKN: BAY001)

Der große Befreiungsschlag in der Causa Glyphosat ist abermals ausgeblieben. Damit bleiben die US-Rechtsstreitigkeiten vorerst ein starker Belastungsfaktor für die Bayer-Aktie, die die zuletzt gute operative Entwicklung überschatten. DER AKTIONÄR halt an seiner Einschätzung fest: Mittel- bis langfristig ausgerichtete Anleger sollten einen Bogen um die Aktie machen.

(Mit Material von dpa-AFX)

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