Die Wall Street kann sich in Kürze über ein weiteres Biotech-Unternehmen freuen. Der Radiopharma-Spezialist Aktis Oncology strebt an die Nasdaq und will mit dem Listing einen dreistelligen Millionen-Dollar-Betrag einnehmen. Einen namhaften Großaktionär konnte der Börsen-Newcomer bereits an Bord holen.
Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, konnte Eli Lilly als Ankerinvestor gewonnen werden. Zwischen dem Radiopharma-Spezialisten und dem wertvollsten börsennotierten Pharma-Konzern der Welt besteht seit 2024 eine Partnerschaft. 60 Millionen Dollar flossen im Rahmen des damaligen Deals an Aktis Oncology (DER AKTIONÄR berichtete).
Das Biotech-Unternehmen trifft auf eine rege Investorennachfrage und strebt eine Bewertung von bis zu 945,4 Millionen Dollar an. Vorschusslorbeeren. Denn die relativ kleine klinische Entwicklungspipeline von Aktis Oncology befindet sich noch in einem äußerst frühen Stadium. Das fortgeschrittenste Programm mit der Substanz AKY-1189 ist derzeit in der Phase 1b.
Die bestehende Partnerschaft mit Eli Lilly und das nun bekanntgewordene umfangreiche Engagement auf der Aktionärsseite sorgt jedoch für mächtig Fantasie. Zumal der Radiopharma-Markt in den zurückliegenden Jahren von intensiven M&A-Aktivitäten geprägt war. Auch Eli Lilly ist diesbezüglich in Erscheinung getreten: Anfang Oktober 2023 kündigte der Pharma-Riese die Übernahme von POINT Biopharma an. Auch Astrazeneca und Bristol-Myers Squibb sichern sich aussichtsreiche radiopharmazeutische Assets für Milliarden-Dollar-Beträge.
Mit Aktis Oncology betritt ein weiterer Akteur der aufstrebenden Radiopharma-Szene das Börsenparkett. Die Bewertung ist trotz Eli-Lilly-Fantasie zum Börsenstart – der erste Handelstag könnte bereits der morgige Freitag sein (09. Januar 2026) – recht ambitioniert. Anleger halten die Füße vorerst still und warten die weitere Entwicklung der Firma in den kommenden Monaten ab.
08.01.2026, 10:55